Montag, 4. Juni




20⁰

Der SAS Flug landet pünktlich in Stockholm. Der Pilot kündigt schönes Wetter an, mit sommerlichen Temperaturen über 20⁰. Schon seit Wochen herrscht in Skandinavien sommerliches Hochdruckwetter. Hoffen wir, dass es so weiter geht.

Ich bin allein unterwegs zur Hilde nach Mariestad am Vänern. Am 19. Juni kommt dann Andres von Göteborg aus für 14 Tage mit. Am 10 Juli kommt Monika mit unserer Enkelin Nika, die sich Segeln mit Grossmami & Grosspapi zu Weihnachten gewünscht hat, nach Kopenhagen. Die Reise soll dieses Jahr weiter nach Süden Richtung Dänemark und schliesslich nach Fehmarn gehen.

Kurzer Boxenstop in Stockholm, um in der „3 –Butik“ Internetzugang zu kaufen. 30 Gb für 30 Tage für 299 SEK.

Die Weiterfahrt mit Zug und Bus-Taxi verläuft dann nicht mehr so reibungslos. Der Zug hat eine halbe Stunde Verspätung. Das Bus-Taxi will nicht so lange warten. Mit 1 ½ Stunden Verspätung treffe ich um 20.20 Uhr in Mariestad ein.

Per von der Sjöstaden Werft hat netterweise auf mich gewartet und bringt mich zur Hilde. Alles ist paletti. Die Cracks im Mast sind repariert und der Mast ist frisch lackiert. Dafür haben sie alle Seile und Falle abgenommen und hoffen nun, dass ich noch weiss was wohin gehört.

Blauer Himmel. Heute weht eine kräftige kalte Bise aus N-NW.

Bis ich alles verstaut habe, die Polster angezogen, Grossbaum und Persenning montiert, ist schon bald Mitternacht. An Schlaf ist nicht zu denken. Ist ja auch noch fast taghell. Da muss sich mein Biorhythmus erst wieder daran gewöhnen. Während ich auf das Sandmännchen warte, versuche ich zu rekonstruieren, welches Seil wohin gehört….


Dienstag, 5. Juni




23⁰

04.02 Uhr  ist Sonnenaufgang. Um 6 Uhr gehe ich duschen und dann zum Frühstücksbuffet ins Vännerport Hotel. Feines Frühstückbuffet für 100 SEK.

Die Taue werden wieder am Mast montiert, alles passt… das heisst fast alles. Aber die  „Feinjustierung“ kann ich hinterher mit Leiter und Bootshaken machen.

Per leiht mir einen Wagen. Ich mache einen schnellen Grosseinkauf in der ICA.

Um 20 Uhr bin ich fertig. Der Magen knurrt. Ich mache mich auf den Weg zur Pizzeria. Feine italienische Pizza!

Todmüde sinke ich um 22 Uhr in die Koje und schlafe wie ein Murmeltier. 

Zuerst müssen noch der Windex und ein paar Seile am Mast montiert werden.

 

Mittwoch, 6. Juni


Von:    Mariestad                   Nach: Spiken



23⁰

Wind: N-NO  5 m/s – 4/m/s

Ab: 9.30                                 An: 16:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
22
18
4
Übertrag
-
-
-
TOTAL
22
18
4

6.00 Uhr Aufstehen & Duschen. 7.00 Uhr Frühstück im Hotel.

Kurzer Boxenstop. Die Hilde will auch noch „geduscht“ werden. Der Wind kommt günstig (N-NO), anfangs nur schwach, doch dann legt Rasmus zu. Mache 3-4 knt Fahrt.

Wiedersehen mit Spiken. Das ist wohl der vierte - oder fünfte?- Besuch. Immer wieder schön. In Spiken herrscht Hochbetrieb. Heute ist Nationalfeiertag, wie ich später erfahre. Diesmal komme ich rechtzeitig für den Fish &Chips Laden. Die Fish & Chips werden ihrem guten Ruf gerecht.

Logbuch schreiben. Anschliessend muss die Hilde noch mit Namen versehen werden.


Kallandsö mit Schloss Läckö kommt in Sicht
Wiedersehen mit Spiken

mmmmhfeine Fish & Chips

Donnerstag, 7. Juni



Spiken, Hafentag



25⁰

Wind: SW-W             7 m/s – 9/m/s

Kräftige Brise aus SW-W. Da mache ich heute lieber einen Hafentag.

Erfrischendes Morgenbad. Wassertemperatur 19⁰.

Am Nachmittag miete ich ein Velo und mache ich eine Velotour um Kallandsö.

Zum Znacht gibt’s heute Räucherfisch (Lachs und ein kleines Stückchen Aal) mit neuen Kartoffeln.

Velotour um Kallandsö

Schloss Läckö

unterwegs mit dem Velo

Die Nachbarn mit Motorboot kommen aus Dänemark. Sind wohl so etwas wie digitale Nomaden. Er hat ein Webportal für Gebrauchtboote. So sind sie das ganze Jahr unterwegs mit Boot, oder im Ferienhaus in Dänemark oder Spanien. Anscheinend rentiert das Webportal.

Freitag, 8. Juni


Von:    Spiken             Nach: Sunnanå (Mellerud)

26⁰

Wind: N-NO  3-5/m/s
Ab: 9.30                                 An: 16:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
24
21
3
Übertrag
22
18
4
TOTAL
46
39
7

Der Wind hat gedreht und kommt wieder aus NO. Ideal für die Überfahrt über den Vänern. Zuerst gibt’s aber noch ein Morgenbad und ein ausgiebiges Frühstück. Segelnd geht’s dann zigzagando durch die Schären bis ich beim weissen Leuchturm offene Gewässer erreiche.

Der Wind bläst stetig so um 3-5m/s. Keine Wellen. Mache gute Fahrt 3->4knt. Segeln vom Feinsten, so wie die Moni sich es sich wünscht….Pech gehabt, Moni!

Wiedersehen mit Sunnanåhamn, mit seinen flaoting boathouses. Trotz schönem Wetter und Wochende ist noch nicht viel los. Die Saison hat noch nicht begonnen. Mellerud ist ca. 4-5km vom Hafen landeinwärts. Aber die freundlichen Schweden, unterwegs mit Fischkutter zum Dalslandkanal, leihen mir ihr Velo. So kann ich noch ein paar Sachen kaufen, die ich in der Eile in Mariestad vergessen habe.

Dinner for One mit malerischer Aussicht auf den Vänern inklusive…. Abwasch leider auch!

zigzagando durch die Schären



Dinner for One mit malerischer Aussicht auf den Vänern inklusive

Samstag, 9. Juni


Von:    Sunnanå                      Nach: Dalbergså

24⁰

Wind: SO       3m/s

Ab: 11.00                               An: 16:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
16
15
1
Übertrag
46
39
7
TOTAL
62
54
8


Dusche (heute wiedermal warm). Frühstück inklusive Kanelbullar, Spiegelei mit Speck & Tomaten. Kein Hafenmeister kommt vorbei, um die Hafengebühr zu kassieren. Die paar Schiffe lohnen wohl die Mühe nicht.

Der Wind ist besser als erwartet. Muss etwas kreuzen, komme aber gut voran (+/- 4 knt). Idealer Kurs für die Selbststeuerungsanlage….“Rölleli dra, nüt dra mache, laufe la…Znüni näh….“ 


Das Tagesziel ist Dalbergså ein Campingplatz mit Gästehafen, hübsch an der Flussmündung gelegen. 




.“Rölleli dra, nüt dra mache, laufe la…Znüni näh….“ 

Dalbergså  Campingplatz mit Gästehafen




Der Wind hat gedreht und kommt jetzt aus SW. Der Himmel ist leicht bedeckt. Angenehm, nicht mehr so heiss. Im Kiosk finde ich bunte Cherrytomaten. Damit kann ich die Sauce für die Pastareste wieder aufpeppen. Pasta con pomodore-aglio-etc. zum zweiten. Schmeckt fein, aber hinterher hat es immer noch Resten übrig.



Sonntag, 10. Juni


Von:    Dalbergså                   Nach: Sikhall

25⁰


(abends)

Wind: a.m:     SO 3m/s
          p.m.:    SW 4 m/s

Ab: 11.10                               An: 16:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
11
5
6
Übertrag
62
54
8
TOTAL
73
59
14

Wetter: schön und warm. Heute Abend soll der Wind auf SW drehen und der Sommer eine kurze Pause machen.

Nach einem ausgiebigen Sonntagsfrühstück segle ich mit viel „sissu“, froh über jeden Windhauch, nach SW. Ziel ist Sikhall. Als der Wind ganz einschläft, hilft ein Bad…Rasmus dreht die Winddüse wieder etwas auf…mache wieder +/- 3 knt Fahrt.

Dunkle Wolken am Horizont. Laut Wetterbericht soll es erst heute Abend anfangen zu regnen. Aber man soll ja die Wettergötter nicht unnötig herausfordern. Die restlichen Meilen bis zum Ziel fahre ich mit Motor. Und siehe da, kurz vor Sikhall dreht der Wind auf SW und bringt auch schon die ersten Regentropfen.

Sikhall ist der sympathische Clubhafen des Segelclubs Vänersborg. Der Hafen ist leer. Ich vertäue Hilde wieder am bewährten Platz vom letzten Jahr. Die Hamnvärden Mona & Borje geben mir den Code für die Sanitäranlagen und die Sauna, empfehlen ein Bad (Wassertemperatur 22⁰ ) und haben noch einen Geheimtipp: in Gällenäs, ca. 3 km entfernt, produziert ein holländisches Paar Gemüse, Tomaten, Gurken, Auberginen, Paprika, etc. … med smak o arom! Es gibt einen Hofladen. Da soll ich Morgen unbedingt mal vorbeigehen.

Motorboote werden auf die Anhänger gezogen. Bald bin ich allein.


Nach dem Znacht, Pasta con pomodore –etc. zum dritten (!) feuere ich den Saunaofen an. Es geht eine Weile bis die Sauna warm ist. Biosauna. Beim 3. Gang kurz vor Mitternacht  knapp 70⁰.

Sonntagssegeln, mit viel "sissu" nach Sikhall

😝
😜😝
Pasta con pomodore zum dritten 

Montag, 11. Juni


 Sikhall (Hafentag)



15⁰


Wind:  SW 6-8 m/s

Der Sommer macht heute Pause.

Ich laufe nach Gällenäs und kaufe, wie empfohlen, im Hofladen Tomaten, Paprika, Pimientos de Padron und eine Gurke. Alles „med mer smak o arom“.

Wieder zurück ziehe ich einen 2. Pullover über, nehme das Öfeli wieder in Betrieb und setze ich auf die Terrasse des Clubhauses, schreibe Blog und freue mich auf eine gemütlich warme Sauna heute Abend.

Als ich mich dann an die Vorbereitungen des Znacht mache, kommt die Sonne wieder durch die Wolken: Opholdsvaer. Ich grilliere Würstchen und koche einen grossen Topf Kartoffel. Nachdem die Pastaresten alle gegessen sind werde ich in den nächsten Tagen mich hauptsächlich von Potatis-Resten ernähren.

Das Saunaheizen läuft heute besser. Ich schaffe 75⁰.

Grönsaker med mer smak o arom
der Sommer macht heute Pause
  
aber am Abend scheint schon wieder die Sonne 


Dienstag, 12. Juni


Von:    Sikhall            Nach: Vänersborg

20⁰



Wind: O 5m/s


Ab: 11.10                               An: 16:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
8
8
-
Übertrag
73
59
14
TOTAL
81
67
14

Der Sommer ist wieder zurück. Blauer Himmel und eine gute Brise aus O. Frühstück in der Sonne auf der Terrasse des Clubhauses.

Mit achterlichem Wind geht’s nach Vänersborg. Freundlicher Hafenwart. Er findet, dass Vänersborg immer einen Halt und eine Übernachtung wert ist.

Ganz in der Nähe des Gästehafens gibt’s eine grosse ICA Kvantum. Ich kaufe, wie von der schwedischen Bootsnachbarin empfohlen, einen 2kg Beutel Eiswürfel. Luxus pur! Jetzt gibt’s Campari Orange on the rocks, oder kühlen Weisswein.

Ich mache einen Spaziergang am Ufer des Vänersees entlang. Schöne Parkanlagen, viele Badefelsen und eine nettes Cafe.

Zum Znacht gibt’s Reste Grillwürste mit Bratkartoffel, aufgepeppt mit Cherrytomaten und Feta gefüllten Pimientos.

Vänersborg ist eine sympatische Stadt... mit bunten Sonnenschirmen ...

.... und schönen Parkanlagen
Gästehafen: Soeben ist die alte Eisenbahnbrücke nochmals aufgegangen und der Götakanal Dampfer Diana angekommen

Mittwoch, 13. Juni


Von:    Vänersborg                 Nach: Lilla Edet

25⁰



Wind: SW 6m/s


Ab: 9.40                                 An: 17:00


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
19
-
19
Übertrag
81
67
14
TOTAL
100
67
33

Ausgiebiges Frühstück, inklusive Spiegelei und Bratkartoffel – es hat immer noch Kartoffelresten.

Dann geht’s los. Nicht weit und da kommt auch schon die 1. Brücke. Warten…waarten….waaarten…Als ich gerade anfange bei Google nach einer Telefonnummer zu suchen, geht sie auf. Als nächstes kommt eine Schleuse. Geht ohne Probleme – auch allein. Abwärts Schleusen ist sowieso einfacher. Und so geht’s weiter: Brücke….warten….Brücke….warten….etc. Bis dann bei Trollhätan 4 Schleusen nacheinander kommen.

10 sm weiter bin ich vor der letzten Schleuse in Lilla Edet. Hier kennen wir uns ja schon bestens aus. Zielsicher steure ich die Ecke des Gästehafens mit der Steckdose an…. Aber leider gibt’s die nicht mehr.

Dafür gibt’s aber noch das WC im ICA (7-23Uhr geöffnet). In der Pizzeria Roma kaufe ich eine Pizza Istanbul. Sieht mmmmhfein aus…nur bis ich sie an Bord habe, den Tisch montiert, die Weinflasche entkorkt….ist die Pizza leider nur noch lauwarm.

Aber der Abend wird schön. Der Wind hat nachgelassen. Ganz allein im Hafen. Ab und zu fährt ein dicker Lastkahn ganz langsam in die Schleuse…. passt genau in die Schleuse…nur wenige Zentimeter Abstand von der Schleusenwand.

Schleusen - ganz entspannt😏





Donnerstag, 14. Juni


Von:    Lilla Edet                    Nach: Göteborg

 20⁰


(abends)


Wind: SW 7m/s


Ab: 10.40                               An: 18:30


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
29
-
29
Übertrag
100
67
33
TOTAL
129
67
62

„Wanderungen (2x)“ zur ICA. Frühstück.
Nachdem die Schleuse und Brücke passiert ist, haben wir freie Fahrt bis Kungälv (20sm) oder Göteborg (29sm). Kräftiger Gegenwind, dafür hilft 1 knt Strom. Komme gut voran und beschliesse bis Göteborg durchzufahren. Aber vor allem in den flacheren Abschnitten des Götaälvs  machen der Wind gegen und  der Strom mit uns Wellen, wie auf hoher See.

Als krönender Abschluss des Tages, darf ich vor der Eisenbahnbrücke vor Göteborg eine ½ Stunde lang Warteschlaufen drehen, bis die Brücke aufmacht.

Im Gästehafen Lilla Bommen hat es noch viel Platz. Die Hilde steuert gleich wieder den komfortablen Platz an, wo sie schon letztes Jahr gelegen hat. Die Hafengebühren sind, wegen des Volvo Ocean Race, dann aber fast das Doppelte. Dafür gibt’s zur Begrüssung einen Regenschauer und zum Frühstück gratis frische Brötchen.

Zum Znacht gibt’s Risotto. Auch die doppelte Menge. Nach den Pasta-und Kartoffelresten der letzten Tage, stehen für die nächsten Tage Risottoreste auf dem Speiseplan.

Gästehafen Lilla Bommen

0. Mariestad - 1. Spiken - 2.Sunnanå (Mellerud) - 3.Dalbergså - 4.Sikhall - 5.Vänersborg - 6.Lilla Edet - 7. Göteborg



Freitag, 15. Juni


Göteborg (Hafentag)


21⁰


Wind: SW 4m/s

Mache verschiedene Einkäufe: Hamnguiden 6 Danmark og sydvestlige Sverige, Geschirr und eine Kühltasche …damit die Eiswürfel länger halten.

Besuch im Volvo Ocean Race Village, wo die „Glorreichen Sieben“ gestern, bei Windstärke 15m/s, von Oslo kommend, eingetroffen sind. Zahlreiche Pavillons der Sponsoren. Videos der Regatten….uiuiui, da bleibt einem Schönwettersegler wie mir glatt die Spucke weg.

In einem Pavillon ist eine dieser Yachten, längs aufgeschnitten, zu sehen. Da hat die Hilde, selbst zu Dritt noch mehr Platz und Komfort. Ein WC gibt’s auch, so eine Art grosser Trichter… wird aber anscheinend nur bei Flaute gebraucht.

Eine Yacht, UN gesponsert, fährt unter dem Banner „Turn the Tide on Plastic“. Sie sammeln auch Meeresproben … vielleicht sind sie deshalb Letzte? Aber Plastik in den Meeren ist anscheinend ein Kernproblem, auf das die diesjährige Regatta aufmerksam machen will.

Ich kaufe mir eine Musto Cap…. macht nicht schneller, sieht aber chic aus und schützt Schönwettersegler vor der Sonne.

Das Volvo Ocean Race Village
Die "Glorreichen Sieben"
Turn the Tide on Plastic
Ein Blick ins Innere einer Rennyacht



Samstag, 16. Juni


Von:    Göteborg                    Nach: Hönö Klåva

 23⁰




(abends)

Wind: SW 4m/s


Ab: 10.40                               An: 12:50


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
10
-
10
Übertrag
129
67
62
TOTAL
139
67
72


Das heutige Tagesziel ist Hönö im nördlichen Schärengarten ca. 10 sm vor Göteborg. Schönes Wetter, eine leichte Brise. Leider von vorne. Ich muss motoren. Die Insel ist ein beliebtes Ausflugsziel. Dem entsprechend ist im Gästehafen Klåva Hochbetrieb. Im Gästehafen ist aber noch viel Platz.

Ich miete ein Velo und erkunde Hönö und die Nachbarinsel Öckerö, wo die Hilde vor 8 Jahren, nach dem Zusammenstoss mit dem Motorboot „verarztet“ wurde.

Ein Bad im Meer. Angenehm warm…. vielleicht +/- 20⁰

Rekognosziere für Andres  die Busverbindungen nach Göteborg am nächsten Dienstag und finde auch 2 Lokale, wo ich Morgen Fussball gucken kann.


Zum Znacht: Risottoresten (zum letzten Mal) mit Tomatensalat (med smak o arom!!!)


Auf Hönö  im Gästehafen Klåva ist Hochbetrieb





Sonntag, 17. Juni


Hönö (Hafentag)



a.m. 
                                    21⁰
 p.m.

Wind: SW 4-6m/s

Mache 2 Transportfahrten mit dem Velo zur Tankstelle an der Nordseite der Insel. Dann bringe ich das Logbuch (Blog) wieder auf den neuesten Stand,  bis es Zeit wird für das Fussballspiel um 17 Uhr. Erste Enttäuschung. Die beiden Lokale, die ich gestern gefunden habe, machen heute schon um 18 Uhr zu. Zum Glück hat die Pizzeria auch einen (kleinen) Fernseher und schliesst erst um 21 Uhr. Die 2. Enttäuschung sind die deutschen "Weltmeister"….Mexiko gewinnt 1:0. Und die 3. Enttäuschung ist die Pizza…
Bleibt als kleines Trostpflaster das 1:1 der Schweiz gegen Brasilien.


Montag, 18. Juni


Hönö (Hafentag)




a.m.
                        21⁰

p.m.

Wind: SW 8-10 m/s

Miete im Fiskemuseum wieder ein Velo (120 Sek pro Tag). Mit dem Velo nach Öckerö-Halsö bis zum Fähanleger Burö. Die Fähre fährt im ½ Stundentakt zu den nördlichen Nachbarinseln Hallö-Knipple, Hippeln und Rörö.

2 Drittel von Rörö ist Naturreservat. Ich wandere auf einem gut markierten Stig (ca. 5 km). Das Naturreservat ist Teil des GRACE Projekts (Grazing and Restoration of Archipelago and Coastal Environments). Im Rahmen des Projekts werden Heideland, Weideland mit Baumbestand, Feuchtwiesen, etc, mittels Abrennen, Rodung und Beweidung wiederhergestellt.

Kaffee im Café im Rörö Hafen. Es läuft gerade die 2. Hälfte Schweden-Korea. Schweden gewinnt dank Video-Beweis Elfmeter.


Inzwischen hat es angefangen zu nieseln und der Wind hat zugelegt.

Mit der Fähre nach Rörö


Wanderung durch das Naturreservat auf Rörö


Dienstag, 19. Juni


Hönö (Hafentag)

a.m.
                        16⁰
p.m.



Wind: SW 11-14 m/s

Warte noch einen Regenschauer ab, dann mache ich einen kleien Veloausflug. Über die Brücke zur südlichen Nachbarinsel Fotö.

Hönö 
Viel Wind
Hönö Gästehafen

Andres kommt pünktlich um 17.10 mit dem Bus aus Göteborg. Spaziergang zu den Felsen an der Westküste. Der Wind hat inzwischen kräftig zugelegt. Weiter zum Utsiktspunkt auf dem Wasserreservoir. Besser festhalten sonst wirst du umgeblasen.


Gourmetdinner: Lachs auf Senf-Fenchel……mmmmmmhFein! Aber etwas aufwändig!

Vällkommen Andres!
Der Wind hat nochmal zugelegt
Blick auf  Hönö und die Insel Fotö
Hönö Klåva

Mittwoch, 20. Juni


Hönö (Hafentag)


a.m.
                        17⁰
p.m.



Wind: a.m.    S 6-7m/s
           p.m.    SWW 10-12m/s


Nach einem freundlichen Beginn stellt sich Regenwetter ein. So richtig gruuusig. Besuch im Fiskemuseum. Viel gesammelt, aber alles etwas unübersichtlich.

Heute bleibt die Küche kalt. Wir gehen im Tullhuset essen.  Feiner Fisch.

Die Nacht ist etwas unruhig. Der Wind zerrt an der Persenning lässt die Falle gegen den Mast schlagen.

Frühstück


Donnerstag, 21. Juni


Von:    Hönö Klåva                Nach: Styrsö Bratten

 

16⁰
(abends)



Wind: WNW 8-10m/s


Ab: 11:30                               An: 12:50



Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
7
7
-
Übertrag
139
67
72
TOTAL
146
74
72

21. Juni Tag und Nachtgleiche. Midsommar wird aber erst morgen Freitag gefeiert.

Aufstehen eilt nicht, der Himmel hellt sich erst langsam auf und bis zu unserem Tagesziel ist es nur ein Katzensprung.

Noch ein Einkauf für die nächsten 3 Tage. Dann geht’s los. Die Hilde ist schon ganz giggerig, schon soooooo lange nicht mehr gesegelt. Es hat immer noch viel Wind. Nachdem das Gross gesetzt ist geht’s in Sausefahrt mit 5-7knt vor dem Wind nach Styrsö. Wir finden einen idealen Liegeplatz. WC ist vorhanden. Im Restaurant im Hafen kann man Fussball gucken und morgen haben sie bis 1 Uhr offen.

Gestärkt mit einem Zvieriplättli erkunden wir den Nordteil der Insel. Zum Znacht gibt’s Spaghetti con pomodore –etc. Dann ein Quirkel (Alfred gewinnt!)
Als es dann Zeit für’s Schlafengehen wird hat das Komfort WC geschlossen, bleibt nur ein toi-toi WC und Zähne putzen auf dem Bootssteg. Heute Nacht regnet es.




Der Hafen Styrsö Bratten

Freitag, 22. Juni


Styrsö (Hafentag)

    

                   
 17⁰


Wind: N 8m/s


Die Sonne scheint. Und noch ein Glücksfall, das WC mit Brünneli ist wieder aufgeschlossen. Gemütliches Zmörgeln. Wanderung auf einem ca. 5 km langen Naturstig um den Südteil der Insel. Styrsö war schon früher ein beliebter Ausflugsort. Ende des 19. Jahrh. entdeckten die reichen Göteborger die Insel und errichteten zahlreiche stattliche Villen, viele mit Privatstrand. Autos sind verboten. Die üblichen Verkehrsmittel sind Fahrräder, Mopeds und elektrische Golfwagen.

Um 4 Uhr gibt’s den Tanz um den geschmückten Baum, die midsommarstång, zu lustigen Spieltanzmelodien. Frauen und Kinder haben sich fein angezogen und sich mit Kränzen aus Blumen und Birkenzweigen geschmückt. Auch die Hilde wird geschmückt mit Birkenzweigen und den Flaggen der Länder, die sie schon bereist hat.


20 Uhr Fussball Schweiz – Serbien. Das Restaurant hat schon geschlossen. Aber im Thai nebenan bekommen wir noch was zu essen (catering) die Bar stiftet die Teller, Fussballkrimi inklusive. Die Schweiz dreht das Spiel nach 0:1 Rückstand noch in letzter Minute und gewinnt 2:1. 

Wanderung um den Südteil der Insel
Tanz um die midsommarstången

auch die Hilde ist festlich geschmückt

Samstag, 23. Juni


Von:    Styrsö Bratten            Nach: Gottskär

 


17⁰


Wind: WNW 5-8m/s


Ab: 10:00                               An: 15:30





Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
23
23
-
Übertrag
146
74
72
TOTAL
169
97
72

Guter Wind. Sonne. Segeln vom Feinsten. Früher als erwartet sind wir in Gottskär. Viel Betrieb. Lange Schlangen vor den Glace Ständen. Wir suchen einen TV für das Fussballspiel Deutschland – Schweden. Kein Problem, sollte man meinen, schliesslich ist ganz Schweden im Fussballfieber. Doch im Restaurant sagt die Managerin heute „njet“. Vielleicht mit dem Bus 14km nach Kungsbacka? Der Hafenwart hat eine bessere Idee und telefoniert…. in ca. 5 km gibt’s eine Pizzeria, die einen Fernseher und bis 22 Uhr offen hat. Wir bekommen 2 Velos – gratis für Gäste!!!
Wir bestellen Pizza. Das Spiel läuft gar nicht gut für Deutschland. 1:0 für Schweden. Ausgleich in der 2. Halbzeit… Fussballkrimi, Hitchkock nix dagegen. Da meinen die kurdischen Pizzaiolos noch 5 Minuten, dann wollen sie schliessen… sorry aber keine Gäste mehr.
Wohl oder übel packen wir zusammen und pedalen zurück. Im Gästehafen erfahren wir: 2:1 für Deutschland in der Nachspielzeit…. Freude herrscht. Andres hat eine Wette verloren und muss morgen Abend grillieren.

Unterwegs nach Gottskär


Sonntag, 24. Juni


Von:    Gottskär          Nach: Bua

 

17⁰


Wind: S-SW 5m/s      WNW 5-6m/s


Ab: 12:15                               An: 15:15



Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
12
12
-
Übertrag
169
97
72
TOTAL
181
109
72

Wieder schönes Wetter und eine leichte Brise. Der Naturhafen Ustö wird für ungeeignet befunden, wir fahren weiter bis nach Bua. Schöner Hafen. Gute Infrastruktur, inklusive Tisch & Bank und Grillplatz. Nebenan liegt Ringhals, das grösste AKW des Nordens.


Wir laufen 2 km auf einem Naturstig dann macht sich Andres ans Grillieren. Rindsplätzli mit Dill-Knoblauchkartoffeln und Salat.


Der Gästehafen von Bua. Im Hintergrund Ringhals, das grösste AKW des Nordens


mmmmmhhhhhFEIN!!

0. Göteborg - 1. Hönö Klåva - 2.Styrsö Bratten - 3.Gottskär - 4. Bua

Montag, 25. Juni


Von:    Bua                 Nach: Varberg
 
19⁰


Wind:              WNW 3m/s


Ab: 10:06                               An: 14:45



Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
12
11
1
Übertrag
181
109
72
TOTAL
193
120
73

Weiterhin schönes Wetter. Eine leichte Brise. Mal mehr mal weniger . Vorbei an kleinen Inseln. Auf den Felsen sonnen sich Robben.

Varberg. Sehr schöner Gästehafen, Sanitäranlagen, Waschmaschine und gratis Velomiete für Gäste und, nicht zu vergessen, eine nette Hafenmeisterin.

Mit dem Velo zur nahen Festung und dann weiter entlang der Küste bis zum Sanatorium und Campingplatz Apelviken… zurück durch die Stadt.

Alfred nimmt am Sandstrand neben dem Hafen noch ein Bad (20⁰). Zum Znacht ein mmmmhhfeines Rucola Risotto.

Auf den Felsen sonnen ich Robben


Varberg mit Badhus und Festung

Gästehafen von Varberg

Varberg 



Dienstag, 26. Juni



Von:    Varberg                      Nach: Glommen
 

25⁰


Wind:              WNW 4m/s


Ab: 10:50                               An: 14:45


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
12
12
-
Übertrag
193
120
73
TOTAL
205
132
73

Die weitere Etappenplanung wird mit den WM Spielen von Deutschland und der Schweiz bestimmt. Deshalb werden wir heute und morgen kurze Etappen machen, nach Glommen respektive Falkenberg. 

Es ist warm. Selbst Andres zieht heute kurze Hosen an und verzichtet auf den Pullover (bis am Abend).

Der Gästehafen in Glommen wird vom lokalen Bootclub betrieben. Tiptop…WC, Dusche, Bank & Tisch, alles vorhanden.

Der Laden ist ca. 1 km vom Hafen entfernt.


Zum Znacht gibt’s Risotto Saltimboca und zum „Dessert“ eine Partie Quirkel, die Andres knapp gewinnt (Spielstand: 2:2) und dann versinkt die Sonne malerisch im Meer.
Quirkel. Spielstand 2:2
Glommen

Mittwoch, 27. Juni



Von:    Glommen      Nach: Falkenberg

23⁰


Wind:              SS 3m/s


Ab: 9:50                               An: 12:10



Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
6
5
1
Übertrag
205
132
73
TOTAL
211
137
74


Kurze Etappe. Wir wollen zeitig in Falkenberg sein zum Fussballschauen. Der Gästehafen wird vom lokalen Bootsclub betrieben. Alles vorhanden, sogar ein TV Raum und Velos. Das Stadtzentrum ist ca 1.5 km entfernt. Was wir nicht bedacht haben ist, dass im schwedischen TV heute Schweden – Mexico übertragen wird und nicht Deutschland – Südkorea. Im Stadtzentrum gibt’s auf dem Rathausplatz Public Viewing, die Fans alle in gelb. Wir haben Glück: In der Amadeus Bar nebenan werden auf einem TV auch die Spiele Deutschland - Korea und später Schweiz – Costa Rica übertragen.

Schnell noch ein Einkauf in der ICA, dann sind wir pünktlich zurück für die Übertragung der Fussballmatches. Freude herrscht in Schweden. Schweden gewinnt gegen Mexico 3:0 und wird Gruppensieger. Deutschland verliert 0:2 gegen Südkorea und scheidet aus.

In der Pause bis zum Spiel Schweiz – Costa Rica essen wir Znacht, Räucherfisch und Gschwelti.

Die Schweizer machen es besser gegen Costa Rica und kommen eine Runde weiter. Am nächsten Die. im Achtelfinal gegen Schweden.

Freude herrscht bei den schwedischen Fans


Donnerstag, 28. Juni



Von:    Falkenberg                 Nach: Grötvik
 26⁰


Wind:              WNW 4-7m/s


Ab: 10:10                               An: 15:15


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
20
20
-
Übertrag
211
137
74
TOTAL
231
157
74

Die Sonnenschein und eine gute Brise aus NW trösten über den Fussballkater hinweg.
Nach dem Frühstück noch ein schneller Einkauf in der ICA, dann heisst es Leinen los. Dann sausen wir mit achterlichem Wind unserem Ziel entgegen. Grötvik, ein hübscher kleiner Hafen, 4 sm vor Halmstad. Auch hier wird der Gästehafen vom Bootsclub betrieben. Die sanitären Anlagen werden gerade umgebaut und als WCs dienen temporär blaue Toi Toi WCs. Sonst kann man aber nicht meckern. Das Clubhaus steht 24 Stunden zur Verfügung. Badestrand nebenan. Auch einen Grill und genügend0 Bänke & Tische gibt es.

Zvieriplättli. Dreiangel in der Hose flicken. Kurzer Spaziergang auf einem markierten „stig“.
Alfred nimmt ein Bad im Meer …. Andres weigert sich weiterhin … 20⁰ ist zu kalt!

Zum Znacht gibt’s einen schwedischen Grillschmaus mit einem grossen Flintsteak und Fächerkartoffeln (Hasselbackpotatis). Das anschliessende Quirkel gewinnt Alfred. 




auch ich hab ein Rentnerbänkli
der Grill-Maestro am Werk
Flintsteak & Hasselbackpotatis...... mmmmmmmmmhhFEIN 😋😋



Freitag, 29. Juni



Von:    Grötvik                       Nach: Båstad
23⁰


Wind:              NNO 4-5m/s


Ab: 10:50                               An: 14:45


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
13
13
-
Übertrag
231
157
74
TOTAL
244
170
74

Frühstück in der warmen Morgensonne, komfortabel auf der Terrasse der Seenotrettungsstation. Ein weiterer prächtiger Sommertag.

Vor dem Wind auf Schaukelkurs nach Båstad. Im Gästehafen von Båstad gibt’s noch viel Platz. Wir legen uns längsseits im inneren Hafen, und sind so quasi im Zentrum des Geschehens.

Båstadist ein quirliger Ort. Um 1900 entdeckte das reiche Grossbürgertum Südschwedens Båstad als Bade- und Feriendestination. Ludvig Nobel (der Neffe von Alfred Nobel) erkannte das touristische Potential und förderte Tennis und Golf und entwickelte den Ort zu einem internationalen Tourismusressort. Heute ist Båstad vorallem bekannt als Hauptstadt des schwedischen Tennis. Jeden Sommer findet als Teil der ATP World Tour das Turnier in Båstad statt, und lockt mehr als 20‘000 Besucher an.
Nachdem wir im Hafenbüro (freundlicher Service) eingecheckt haben machen wir uns auf die Suche nach der ICA, um unsere Vorräte zu ergänzen.

Die Bordküche bleibt heute geschlossen. Wir gehen in einem der Hafenrestaurants essen.

Båstad, im Gästehafen ist noch viel Platz

Båstad, Hauptstadt des schwedischen Tennis

Samstag, 30. Juni



Von:    Bådstad                      Nach: Torekov
21⁰


Wind:              NW 5-7m/s


Ab: 11:10                               An: 14:45


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
13
13
-
Übertrag
244
170
74
TOTAL
257
183
74

Morgenbad


Eine Prozession von Bademänteln gehüllten Weiblein und Männlein, die meisten älteres Semester wandert zur Bademole für ein Morgenbad. Viele machen das das ganze Jahr so.

Nachdem Frühstück nochmals zur ICA, um einzukaufen, was wir gestern vergessen haben.

Dann geht’s flott, zuerst an der Kreuz, dann am Wind nach Torekow an der NW Ecke der Bjärehalvön.


..in the groove...😊


Im Gegensatz zu Bådstad ist der Gästehafen von Torekow schon ziemlich voll. Die meisten Boote im inneren Hafen liegen im Päckchen. Wir finden einen freien Platz …. Glück gehabt!.... Denkste! …denn gerade, als wir im am Znachtkochen sind, kommt der Hafenmeister und meint, wir müssten umziehen, ins Päckchen an ein Fischerboot. Der Platz wird für die Dickschiffe gebraucht….grrrhhhh!

Aber ansonsten ist der Hafen sehr sympatisch und hat alles, was man braucht. Inklusive Waschmaschine, die sofort in Betrieb genommen wird.

Spaziergang entlang der Küste und zurück durchs Dorf. Zum Znacht gibt’s Farfalle an Lachs-Dill Sauce, inklusive Zügeln (siehe oben).


Die Quirkelpartie muss abgebrochen werden. Der Wind hat gedreht und bläst uns die Quirkelsteine vom Tisch. 

Torekow Gästehafen

Badesteg




Sonntag, 1. Juli


Von:    Torekov                      Nach: Mölle
23⁰


Wind:              NNO 4-6m/s


Ab: 10:10                               An: 13:15


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
13
13
-
Übertrag
257
183
74
TOTAL
270
196
74

Torekow am Morgen: Auch hier, zu Fuss, mit Velo und Auto, in Bademantel gehüllt, kommen sie wieder für ihr Morgenbad. Alfred schliesst sich ihnen an. Das Wasser schöööööön erfriiiischend ….und, was auch mal erwähnt werden muss, keine Quallen (habe schon lange keine mehr gesehen).

Mit achterlichem Wind und 1 knt Strom sausen wir nach Mölle, auf der andern Seite der Bucht auf der Halbinsel Kullen gelegen. Mölle war, wie Båstad, anfangs des letzten Jahrhunderts, ein populäres  Seaside Ressort. Das riesige Grand Hotel über der Stadt zeugt noch von dieser Zeit.

Wir wandern 5 km auf dem Kullaleden über den Kullaberg zum Leuchtturm Kullen Fyr am  nordwestlichen Ende der Halbinsel. Wunderschöne Landschaft. Zurück mit dem Bus, Kreditkarte funktioniert nicht, keine Verbindung... wir fahren gratis.


Zum Znacht essen wir im Hamnen Krog auf der Hafenmole Fish & Chips. Das war wieder mal ein sehr schöner Tag, inklusive die Geschichte mit Andres verlorener Sonnenbrille endet mit einem Happy End.


Mölle Grand Hotel



 auf dem Kullaleden....Blick zurück auf Mölle....
..... über den Kullaberg zum Leuchttturm



Apéro 
Fish & Chips.... mmmmmhhhhFein




Montag, 2. Juli



Von:    Mölle              Nach: Viken
20⁰


Wind:              NW 6-8m/s


Ab: 10:25                               An: 13:15


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
10
10
-
Übertrag
270
196
74
TOTAL
280
206
74

Frühstück
Ein Bad im Hafenbecken. Frühstück neben dem Bäckerwagen am Hafen. Der Gästehafen ist noch eine Baustelle. Dusche & WC sind provisorisch in Containern, alles ein bisschen schmuddelig. Aber die Preise haben sie schon mal erhöht.

Kurze Etappe nach Viken. Das Festmachen dauert etwas. Den ersten Versuch müssen wir abbrechen, die Hilde passt nicht zwischen den Pfosten hindurch, zu dick!

Sehr schöner Ort. Perfekte Infrastruktur, inklusive Waschmaschine in der Hafengebühr inbegriffen.

Andres spendet eine Glace, als Finderlohn für die Sonnenbrille. Anschliessend ein Spaziergang durch das Dorf. Alte Häuser sehr geschmackvoll renoviert. Eine alte Windmühle, von einem Kapitän gebaut und nach seiner Tochter Sophia benannt.

Anschliessend ein Bad im Meer. Diesmal wagt sich auch Andres ins kühle Nass.
Zum Znacht gibt’s Ratatouille mit Reis. Nach Abwasch und einem kleinen Verdauungsspaziergang endet der Tag mit Kaffee, Kirsch & Schoggi und dem Quirkle-Entscheidungsspiel. Alfred gewinnt. Schlussstand 4:3.

Viken 

"sooooo gross war der Fisch...."
Viken. Alte Häuser schön renoviert
Sophia Mühle

Dienstag, 3. Juli



Von:    Viken              Nach: Helsingborg
21⁰


Wind:              NW 6-7m/s


Ab: 11:00                               An: 13:15


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
8
8
-
Übertrag
280
206
74
TOTAL
288
214
74

Tagwache wie üblich um 7:20h; Morgenbad, Frühstück…. Nach Helsingborg ist es nur ein Katzensprung. Aber die Abreise verzögert sich. Das Portemonnaie mit der Bordkasse ist nicht mehr aufzufinden. Und die Suche an Bord, Dusche, WC und dem auf dem Weg des Spaziergangs gestern Abend bleibt erfolglos. Es findet sich dann in Helsingborg, versteckt ganz hinten in der Besteckschublade.

Wir sausen mit viel Wind und Welle nach Helsingborg. Grosser Hafen, mit guter Hafeninfrastruktur, inklusive 24 h Sauna.

Gestärkt mit den Ratatouille Resten machen wir uns auf die Suche nach einer Beiz für das WM-Spiel Schweden-Schweiz. In der Stadt herrscht Hochstimmung. Schwedische Farben: blauer Himmel und Fans in Gelb. Wir haben Gück und finden eine Beiz (Tivoli) und sogar noch einen Sitzplatz. Die Schweiz verliert 0:1.

Abendessen in einem Tai-Restaurant. Andres lädt ein ….tack sa mycket!, morgen fährt er wieder nach Hause.

Anschliessend noch ein kleiner Verdauungspaziergang zum Kärnen, 35m hoher Wachtturm und Wahrzeichen Helsingborg. Leider nicht zugänglich. Auch hier wird gebaut und renoviert. Aber schöner Blick auf die Stadt.

Zurück im Hafen bestaunen wir den Sonnenuntergang, immer wieder schön.

Helsingborg Norra Hamnen
Rathaus
Helsingborg im Fussballfieber
Tack sa mycket, Andres
1. Gottskär - 2.Bua - 3.Varberg - 4.Glommen - 5. Falkenberg - 6.Grötvik - 7.Båstad - 8.Torekov - 9.Mölle - 10.Viken

Mittwoch, 4. Juli


Helsingborg (Hafentag)
20⁰


Wind:              NNW 5m/s



Heute gibt’s Hafentag. Andres geht heute von Bord und fährt am Nachmittag mit dem Zug nach Kopenhagen.

Der Tag beginnt mit einer kurzen Sauna vor dem Frühstück. Anschliessend machen wir den City Walk durch Göteborg. Unterbrochen von Lunchmusik in der Mariakyrkan. Die Künstler, Mutter & Tochter aus Polen spielen Orgel & Violine.

Zum Schluss noch ein feines Gelato, dann muss Andres auf den Zug. Tack sa mycket, Andres. Välkommen tillbaka!


Einkauf in ICA und im Systembolaget. Logbuch aktualisieren. 


noch ein Foto...
Musiklunch in der Mariakyrkan
und ein feines Gelato
Helsingborg. Blick auf den Öresund 

Donnerstag, 5. Juli



Von:    Helsingborg                Nach: Kyrkbacken Hamn (Ven)

18⁰

(abends)

Wind:              W 3-5m/s


Ab: 10:15                               An: 13:15


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
9
9
-
Übertrag
288
214
74
TOTAL
297
223
74

Laut Wetterbericht soll es am Morgen bedeckt sein und dann aufklaren. Aber es bleibt den ganzen Tag bedeckt.

Morgenprogramm ditto gestern: Sauna dann Frühstück.

Die Insel Ven, mitten im Öresund gelegen ist ein beliebtes Ausflugsziel und hat 3 Häfen. Ich wähle Kyrkbacken Hamn, auf der Westseite. Sympathischer Gästehafen. Persönlicher Empfang durch den Hamnfoged. Er empfiehlt für morgen, den dänischen Hafen Tårbæk und vermittelt mich gleich an den Hamnfoged von Tårbæk, der gerade zu Besuch ist.

Für morgen habe ich eine Velotour rund um die Insel geplant. Heute wandere ich hinauf zur mittelalterlichen Kirche St. Ibb, malerisch über dem Hafen gelegen. Später noch einmal, um 18.30 h gibt’s dort ein Konzert.

Das Konzert, Gesang und Piano. Fantastiskt! Bin begeistert. Josefine Andersson, die Sängerin ist stimmgewaltig, echt klasse. Frau Pfarrer hält zwischendurch eine Andacht und redet lang und viel…. verstehe kein Wort….

Josefine gibt am Schluss noch eine Zugabe: „ jeg elsker dig“ (ich liebe dich) von Edvard Grieg. Auch Petrus hat wohl Freude daran. Die Sonne kommt durch die Wolken, wunderschöne Abendstimmung.

Rökt fisk und Gschwellti zum Znacht rundet einen perfekten Tag auch noch kulinarisch ab.

Kyrkbacken Hamn (Ven)

Kirche St. Ibb

„ jeg elsker dig“
Auch Petrus hat wohl Freude am Konzert....

Freitag, 6. Juli



Von:    Kyrkbacken Hamn (Ven)                 Nach: Tårbæk

(a.m.)
22⁰ 

(p.m.)


Wind:              WNW 5m/s


Ab: 12:15                               An: 14:50


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
8
8
-
Übertrag
297
223
74
TOTAL
305
231
74



Ich miete eines der vielen gelben Velos, die beim Kiosk parkiert sind, und mache eine Inselrundfahrt. Die Insel Ven, so erfahre ich unterwegs auf einer Infotafel ist 4470m lang und misst an ihrer breitesten Stelle 2650m. Um die 350 Einwohner leben hier ganzjährig und Rentner, Künstler, im Tourismus Beschäftigte und Pendler. Neben der schönen Landschaft ist das Tycho Brahe Museum die wichtigste Sehenswürdigkeit Tycho Brahe (1546-1601) war der bedeutendste Astronom seiner Zeit. Das Museum ist noch geschlossen.

Nach 2 ½ Stunden bin ich wieder zurück. Inzwischen haben sich die grauen Wolken verzogen. Blauer Himmel. Es wird sommerlich warm. Mit einer leichten Brise segle ich nach Tårbæk in Dänemark. Unterwegs rufe ich den Hamnfoged an und melde mich. Kein Problem, es hat noch Platz genug.

Vom Hafen sind es eine ½ Stunde zu Fuss zum Dyrehausbakken, dem ältesten Vergnügungspark Dänemarks oder der Welt (?). Eine Art Tivoli in einem Park mit vielen Restaurants, Imbissbuden und einer nostalgischen Holzachterbahn „rutschebahnen“ (Baujahr 1930). Gibt schon mal einen Vorgeschmack auf den Tivoli. Bei Bier und Chicken Nuggets schaue ich mir die 1. Halbzeit Brasilien – Belgien an. Die zahlreichen belgischen Fans sind happy, Belgien gewinnt.

Tårbæk
Dyrehausbakken


0.Helsingborg - 1.Kyrkbacken Hamn (Ven) - 2.Tårbæk - 3.København (Langelinie)

Samstag, 7. Juli



Von:    Tårbæk                      Nach: København (Langelinie)

23⁰



Wind:              WNW 4m/s


Ab: 7:00                                  An: 8:50


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
7
-
7
Übertrag
305
231
74
TOTAL
312
231
81

Kopenhagen, wir kommen!

Gäästehafen Langelinie, sympathischer Gästehafen...


.... Hafenkino inklusive

7 Uhr Frühstart. Habe gestern noch mit dem Havnefoged von Kopenhagen Langelinie telefoniert und gefragt ob’s noch Platz hat. „…sorry to say but we are full, more than full, overbooked…”Als er dann aber erfährt, dass ein lille Folkeboot einen Platz, bessert sich die Lage sofort: „ for a folke we always have a place…” Aber ich soll, wenn möglich, früh hier sein.

So motore ich die 7 sm bis Kopenhagen und treffe dort rechtzeitig ein. Es hat noch genügend Platz…. da hat der Havnefoged wohl ein bisschen dramatisiert. Die Hilde bekommt einen Platz in bester Lage, direkt vor dem Club-/Servicehaus…. und bester Gesellschaft, gleich nebenan sitzt die „lille havfrue“. Die kleine Meerjungfrau, das Wahrzeichen Kopenhagens. Täglich zieht die liebeskranke Meerjungfrau Tausende von Besuchern an. Für alle die an weiteren Details interessiert sind, weiss Wikipepia bestens Bescheid. Geschaffen von Edvard Eriksen, im Auftrags des Besitzers der Carlsberg Brauerei, nach dem Vorbild des gleichnamigen Märchens von Hans Christian Andersen. Vorbild für den Kopf lieferte die Primaballerina Ellen Price, Hauptdarstellerin eines Balletts gleichen Namens. Für den Körper sass dann die Ehefrau des Sponsors, Eline, Modell.


gleich nebenan sitzt die Kleine Meerjungfrau

VIP Service für die Superreichen

Ich wandere die Hafenpromenade hinunter… vorbei an einem riesigen Kreuzfahrtschiff und, am Kai von Amalienborg, vorbei an den XXL-Dickschiffen der Superreichen. Auf der andern Seite des Hafens liegt prominent die Oper. Der Ofelia Plads, eine grosse Terrasse und Treppe, genutzt für öffentliche Theatervorstellungen und andere Events oder heute als Platz zum Sonnen- und Wasserbaden.

Ich komme zum Nyhaven. Wunderschöne alte Häuser, alle renoviert, Restaurant an Restaurant. Im inneren Teil des Hafens liegen alte klassische Kutter. Heute Abend gibt’s hier Jazzkonzert, z.Zt. ist Jazzfestival in Kopenhagen. Der ideale Ort, um den Tag mit einem Bier auf der Kaimauer zu begiessen.

Vorbei am Tivoli, komme ich zum Bahnhof und zur Tourist Information. Kaufe für 149 kr. für 30 Tage 60 GB Internetzugang. Mit dem Bus 26 wieder zurück zu Hilde in den Hafen.

Zum frühen Znacht gibt’s heute endlich, die schon mehrfach verschobenen Teigwaren mit Rüebli-Speck-Sauce und Feta…yummyyummy…


Anschliessend laufe ich nochmal in die Stadt, zum Rosenborg Park und Kings Garden. Aber dort sind die Jazzkonzerte schon vorüber. Weiter zum Nyhaven. Hier gibt’s Jazz und Hunderte/Tausende Besucher die es sich mit einem Bier auf dem Hafenkai gut gehen lassen.


Nyhaven

Jazzfestival 


Sonntag, 8. Juli



 Kopenhagen (Hafentag)



23⁰




Wind:              SOO 3m/s

Kaufe feine Kanelsnegle und Croissants in der nahen Bäckerei. Nach dem Frühstück schaffe ich es dann im 3. Anlauf ein City Ticket online zu kaufen.

Mit dem Bus 26 in die Stadt. und der "self-guided walking tour" folgend durchs Stadttzentrum zum Bahnhof, zur Touristeninfo und dann zurück zum Rundetaarn (Runde Turm). Ein Schneckengang windet sich den Turm hinauf, wie im Parkhaus. Oben bietet sich dann auf 34.8m Höhe dann ein hervorragender Blick auf die Stadt.

Im Central Park lausche ich noch eine Weile dem Jazzkonzert, dann knurrt der Magen. 

Ein Gin Tonic on the Rocks, feine aufgewärmte Pasta Resten. 


Kopenhagen ist eine Velostadt





Jazzkonzert
Rathaus
Vom Rundetaarn bietet sich eine schöner Blick auf die Stadt

Montag, 9. Juli



 Kopenhagen (Hafentag)



          
(a.m.)

22⁰

(p.m.)


Wind:              W 3-4m/s

Heute erkunde ich die Freistadt Christiana. 1971 von einer Gruppe Hippies gegründet, entstand hier eine alternative autonome Wohnsiedlung. Heute ist Christiana eine der grössten Touristenattraktionen. Berühmt für seine Hauptattraktion, die Pusher Street in der Haschisch und Cannabis öffentlich an befestigten Ständen verkauft werden. Fotografieren ist hier nicht erwünscht. Der Staat scheint den Handel zu tolerieren. Als dann aber 4 Polizisten auf Streife in die Nähe kommen, sind die Stände alle verschwunden. Daneben gibt’s dann auch noch harmlose Läden mit Kunsthandwerk und Schmuck aus der ganzen Welt und Restaurants und Imbissbuden mit feinen Sachen fürs kleine Portemonnaie. Alternative Wohnhäuser mit Gemüsekisten und allerlei Gerümpel ums Haus.
Gleich neben an ist die Vor Frelser Kirke (Erlöser Kirche). Bekannt für den korkenzieherförmigen Turm. Von den 400 Treppenstufen verlaufen die letzten 150 aussen an der Turmspitze entlang. Von dort hat man wahrscheinlich den besten Blick auf Kopenhagen.

Die Kanäle in Christianshaven werden auch als Gästehafen genutzt. Doch, wie es scheint, herrscht hier grosses Gedränge. Da sind wir in Langelinie besser aufgehoben.


Auf der Inderhavensbroen komme ich auf die andere Seite des Hafens. Die 2016 eingeweihte Brücke ist einzigartig, weil sie nur für Fussgänger und Velos bestimmt ist. Vom Schauspielhaus bringt mich der Water Bus nach Nodre Toldbod. Von dort sind es dann nur noch ein paar hundert Meter bis zur Meerjungfrau und zur Hilde.


Christianshavn


Freie Stadt Christiana
Christiana



Pusher Street
Alternatives Wohnen. Gemüsekisten und viel Gerümpel ums Haus
Erlöser Kirche 
Auf dem Kirchturm hat man den schönsten Blick auf die Stadt


Velostau bei der Brückenöffnung

Inderhavensbroen  für Fussgänger und Velos
Wasser Bus vor der Inderhavensbroen 
Oper

Dienstag, 10. Juli


 Kopenhagen (Hafentag)


          


          22⁰


(abends)



Wind:              W 3 m/s


Um 6.30h laufe ich zur Bäckerei, um Brötchen, Croissants, Kanelsnegle & Co. zu kaufen. Aber der Bäcker hat wohl verschlafen…. die Regale sind noch leer.
Um 8.26h fahre ich mit dem Zug zum Flughafen. Um 9 Uhr kommen Monika und Nika mit der Swiss in CPH an. Der Flug ist pünktlich, aber das Gepäck lässt auf sich warten. Nikas Koffer ist nicht angekommen.


Welkommen Nika & Monika


Wieder zurück im Hafen gibt’s erst mal ein spätes Znüni. Dann versucht A. herauszufinden wie es mit Nikas Koffer steht. Endlose Warteschlaufen, um schlussendlich zu erfahren, dass noch nichts bekannt ist. Wir machen eine Hafenrundfahrt mit dem Water Bus. 2 ½ Stunden dauert die Rundfahrt. Nika ist inzwischen zu Monikas Füssen eingeschlafen.


Nika macht einen Power Nap

Inzwischen knurrt der Magen wieder und die Energie fehlt, um jetzt noch ein passendes Fish & Chips Restaurant zu suchen. So wird Grosspapi beauftragt, Spaghetti zu kochen, während Grossmami und Nika Spiele spielen. Inzwischen hat es zu regnen angefangen, der erste Regen seit 3 Wochen, und auf der Hilde wird es chaotisch eng und kuschelig.


Der Koffer ist inzwischen auch gefunden worden und soll heute Abend, zwischen 21h und 24h noch angeliefert werden, inshallah. Ich halte Wache und aktualisiere den Blog.


Mittwoch, 11. Juli


 Kopenhagen (Hafentag)


         

26⁰



Wind:              ONO 3-4 m/s


Nikas Koffer ist dann gestern Abend noch angeliefert worden, kurz vor Mitternacht.

Frühstück. Heute steht der Tivoli auf dem Programm. Mit Bus in die Stadt und zu Fuss am Nyhavn vorbei, durch die Fussgängerzone … hier da da noch ein Boxenstop, um Haargümmeli zu kaufen…. sind wir rechtzeitig zur Öffnung am Tivoli. Die Harakiri Bahnen sind uns allen nicht geheuer. Am besten gefällt Nika der Spielplatz oberhalb von Rasmus Klumps Haus. Zwischendurch gibt’s zur Stärkung eine Portion Fish & Chips und zum Abschluss noch mal Spielplatz.

Jetzt  wollen wir wieder zurück in den Hafen zur Hilde. Vorher will aber A. noch im Pfeifenladen vorbei, um Tabak zu kaufen. Mit Hilfe von Google Maps und Fragen im Touristeninfo Büro finden wir nach mehreren Irrwegen endlich die richtige Strasse. Kurz vor dem Ziel will A. schon aufgeben. Aber M. sei Dank, sie entdeckt das grosse Pfeifenschild werden wir doch noch fündig. D. h. fast, denn Mc Barens Plumcake, wird zwar in Dänemark produziert, aber nicht hier verkauft.

Jetzt geht’s aber zurück zum Hafen. Dort ein erfrischendes Bad (22⁰) im Hafenbecken.

Während  A. Znacht kocht - Wienerli mit Kartoffelstock – erzählt M. die Geschichte von der Kleinen Meerjungfrau - die Vollversion. Nach einer ¾ Stunde ist die kleine Meerjungfrau gerade zum ersten Mal aufgetaucht…. Fortsetzung folgt Morgen.

unterwegs zum Tivoli...Nyhavn

... noch ein pic mit dem laut Guiness grössten Mann der Welt...
.... dann sind wir im Tivoli. Rasmus Klump erzählt wie er überall gereist ist....
der Spielplatz ist echt cool
nachdem wir den Pipe Shop endlich gefunden haben...
.... gibt's im Hafen ein erfrischendes Bad
und die Geschichte von der Kleinen Meerjungfrau (Teil1)

Donnerstag, 12. Juli



Von:    København (Langelinie)                    Nach: Barsebäckshamn

   

26⁰


Wind:              N 3-4m/s     Abends: NW 7m/s



Ab: 10.43                               An: 14:00


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
11
7
4
Übertrag
312
231
81
TOTAL
323
238
85

Ein Morgenbad im Hafenbecken. Einkauf beim Bäcker.

Leinen los. Kurs Schweden. Barsebäckshamn auf der andern Seite des Öresunds. Wir segeln bis der Wind einschläft.

Barsebäckshamn: Netter Hafen. Dusche, Waschmaschine, alles inklusive.

Das Schwimmbad auf der Hafenmole ist gut besucht. Es ist sommerlich heiss.

Heute wird gegrillt. Spareribs, Kartoffelwürfel in der Alufolie.


Gute Nacht Geschichte: Die kleine Meerjungfrau (Teil 2)


unterwegs nach Schweden

"...Grossmami no e Gschicht, bitte....!"


Freitag, 13. Juli



Von:    Barsebäckshamn                    Nach: Borstahusen
   22⁰

Wind:              NWN 4-7m/s


Ab: 12.10                               An: 16:30


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
13
10
3
Übertrag
323
238
85
TOTAL
336
248
88

Heute Morgen ist es windstill. Dann setzt wieder die Brise aus NW ein. Am Nachmittag legt Rasmus für ein paar Stunden noch einen Zacken zu.

Morgenbad. Gemütliches Frühstück. Produktion eines Videos: Nika zeigt, wie man den Palstek macht.

Dann legen wir ab. Moni will die Achterleine lösen und macht die Grätsche zwischen Boot und Hafenkai. Beinah wäre sie ins Wasser gefallen, sie kann sich aber noch auf den Kai retten.

Unser Tagesziel Borstahusen liegt ungefähr da o der Wind herkommt. Wir kreuzen tapfer und nehmen nur für die letzten 3 sm den Motor.

Borstahusen, ist ein hübsches Fischerdörfchen, mit Häusern aus dem 18. Jahrh. Heute ist es ein beliebtes Ausflugsziel mit Strandbad, mehreren Restaurants, Campingplatz, Golfplatz, etc.


Wir essen Fish & Chips und Hamburger (Mk). Zum Dessert ein windiges und welliges Bad im Meer. Dann Spiele spielen. Zu guter Letzt, liest Monika wieder vor. Die unendliche Geschichte der Kleinen Meerjungfrau (Teil 3)


Fish & Chips


Muscheln suchen am Strand

Samstag, 14. Juli


Von:    Borstahusen                Nach: Kyrkbacken Hamn (Ven)


(a.m.)
   
22⁰

(p.m.)
           
                        

Wind:              NWN 4-5m/s

Ab: 10.30                               An: 12:30


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
6
4
2
Übertrag
336
248
88
TOTAL
342
252
90

Die Abfahrt verzögert sich eine Weile, weil A. das Joghurt verschüttet. Unser Tagesziel Kyrkbacken ist nur knapp 6 sm entfernt. Wiedersehen mit Kyrkbacken Hamn. Der Hafen ist schon um die Mittagszeit ziemlich voll. Wir finden aber schnell ein passendes Plätzchen. Zeit für ein kleines Picknick. Baden am Strand findet mehr Begeisterung als die Velotour.

A. wird mit dem Bus zum Einkaufen geschickt während M. & N. an den Strand gehen.


Immer wieder treffen neue Boote ein suchen einen freien Liegeplatz. Spannendes Hafenkino.

Zum Znacht gibt’s „rökt fisk“ (Lachs & Makrele) und Gschwellti. Anschliessend spielen wir Nikas Lieblingsspiel „Drecksau“, das aber A. immer gewinnt.

unterwegs nach Kyrkbacken Hamn

Kyrkbacken Hamn

Zum Znacht gibt's rökt fisk 



Sonntag, 15. Juli


Von:    Kyrkbacken Hamn (Ven)                 Nach: Sletten (DK)


(a.m.)
   
 22⁰

(p.m.)
           
                       

Wind:              NWN 4m/s

Ab: 10.50                               An: 12:30


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
6
4
-
Übertrag
342
252
90
TOTAL
348
258
90

Nachdem wir abgelegt haben, legt sich Nika in die Kajüte und macht ein Nickerchen. Eigentlich wollten wir nach Humlebaek aber dann stimmt der Kurs genau auf Sletten, etwas südlicher gelegen.  Sletten ist netter kleiner Fischerhafen. Im Hafen liegen  3 Fischkutter. 2 Restaurants, 1 Kiosk, Velos zum Mieten. 650m entfernt gibt’s einen Netto Supermarkt. Schöne renovierte Häuser, viele mit Reetdächern.

Schöner Sandstrand, mehrere hundert Meter muss man hinaus waten, bis es tief wird. Nikka sammelt weiter Muscheln. Anschliessend müssen mit dem Aku-Bohrer  vorsichtig Löcher in die Muscheln gebohrt werden. Dann entstehen mit viel Geduld und Ausdauer schöne Muschelketten für die Daheimgebliebenen.

Zum Znacht gibt’s Spaghetti con pomodore. Die Sonne geht unter, Zeit für die Märli Stunde. „Die Prinzessin auf der Erbse“….. und weil die so kurz ist, gibt Grossmami noch eine Zugabe, „Däumelinchen“

Frühsport

Muschelwerkstatt
mit viel Geduld und Ausdauer werden hier wunderschöne Muschelketten produziert

Montag, 16. Juli


Von:    Sletten             Nach: Helsingør

 


24⁰

Wind:              NW 5m/s

Ab: 11.10                               An: 13:00


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
7
7
-
Übertrag
348
258
90
TOTAL
355
265
90

Sletten
 
Was ist Nikas Lieblingsessen?
Salamibrot


Morgenbad. Muscheln sammeln. Frühstück in der Morgensonne. Der Wetterbericht sagt einen weiteren Sommertag voraus und weiterhin eine leichte Brise aus NW.

Vor Helsingør herrscht reger Fährverkehr. „Wende“, um der gerade abfahrenden Fähre auszuweichen… Nika, die unten in der Kajüte schläft, purzelt vom Bett….klettert auf die andere Seite und schläft weiter.

Im Hafen finden wir ein perfektes Plätzchen, ganz in der Nähe des Service Gebäudes. Die Hafengebühr (150 Kr.) bezahlen wir am Automat. Nebenan gibt’s noch ein Hafenkontor mit 2 mürrischen alten Bürotanten, die sich mit guten Chancen um den Preis „unfreundlichster Hafenservice“ bewerben sollten.

Wir wandern um Kronborg, das Hamlet Castle, zum Kulturhafen mit der Kulturwerft zum Fährhafen und dem schönsten Bahnhof Dänemarks. Dort kaufen wir im Supermarkt die Zutaten für den Znacht. Anschliessend durch die Fussgängerzone in der Altstadt zurück zur Hilde in den Hafen.

Gleich neben dem Hafen hat es wieder einen schönen Sandstrand. Baden & Muschelsuche. Dann beginnen die Vorbereitung für den Znacht. Grillieren steht auf dem Programm. Aufbruch zum Grillplatz. Nika will helfen die Maiskolben einpacken und …noch die leere Weinflasche mitnehmen und …..plötzlich macht es plums und Nika taucht ins Hafenbecken…. M.‘s Schwimmweste
schwimmt auch dort und öffnet sich mit einem lauten Knall… Nika wird gerettet und auch die Schwimmweste und die leere Weinflasche werden wieder an Bord geholt. Und der Club der „Hilde-Überbordgeher“ hat ein neues Mitglied

Adrenalin im Blut scheint hungrig zu machen. Die Würste und Maiskolben werden alle ratzeputz weggeputzt.

Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende - wieder mit einer Gutenachtgeschichte: Däumelinchen Teil 2.

 
reger Fährverkehr vor Helsingør
Wir wandern...


.... zur Kronborg...
.... entdecken einen Fisch aus Plastikmüll...
Kulturhafen
Helsingør ein Einkaufsparadies für Alkoholika
wieder gerettet 😊


Dienstag, 17. Juli


Von:    Helsingør                    Nach: Hornbæk




22⁰


Wind:              NW 1m/s

Ab: 10.50                               An: 12:30


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
7
7
-
Übertrag
355
265
90
TOTAL
362
272
90

Die Schwimmweste wird wieder funktionstüchtig gemacht

Sonne & Wind machen heute Pause. Es ist düppig warm. Wir schlafen bis 8 Uhr. Morgenbad. Frühstück.

Im Marina Shop gibt’s auch den passenden Ersatz Kit für die Schwimmweste. Noch mal Glück gehabt.

Wir motoren nach Hornbæk. Unterwegs entdcken wir eine Gruppe Tümmler.

Hornbæk ist ein kleiner lebhafter Fischerhafen. Fischimbiss und -restaurant, kleiner Glacestand und links und rechts des Hafen Sandstrand soweit das Auge reicht, Spielplatz inklusive.


Nach einem Bad im Meer, einem Apéro mit Chips und einer Partie „Drecksau“ knurrt der Magen. Eine Portion Chips, Fish & Chips und "warm rökt lax" schaffen Abhilfe. Nika bringt ihr Ferientagebuch auf den neuesten Stand. Denn es heisst jetzt: „nur noch 2 Mal schlafen“

Apéro mit einer Partie Drecksau
mmmmhhhhFEIN!



toller Strand, Spielplatz inklusive

Das Tagebuch muss noch aktualisiert werden

Mittwoch, 18. Juli


Von:    Hornbæk                     Nach: Gilleleje


(a.m.)
                                   26⁰


(p.m.)


Wind:              NNW 5m/s

Ab: 11.10                               An: 14:00


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
8
6
2
Übertrag
362
272
90
TOTAL
370
278
92

Seit langer Zeit mal wieder ein kurzer Regenschauer.

Leinen los! Dank Nika geht das heute ruckzuck, dann bringt sie die Fender ein und steuert aus dem Hafen. Später hilft sie noch die Fock setzen… Palstek, Webeleinstek, und Kreuzknoten kann sie auch. Eine perfekte Seglerin!

Wir kreuzen mit Kurs Gilleleje und spielen „“ich sehe etwas was du nicht siehst“. Gilleleje ist noch ein richtiger Fischerhafen. Wir liegen im Südhafen neben Fischkuttern. Ein quirliger Hafen mit einer Werft, vielen Restaurants, Läden und Kiosken…

Auf der Ostseite des Hafens gibt es einen Badekai mit Badesteg. Nach Wellenbad und Sprung vom Badesteg gibt’s Apéro mit Chips und UNO spielen. A. gewinnt  ….

Nika nützt die letzte Gelegenheit und fällt nochmal von Bord ins Hafenbecken, d. h. nur halb sie kann sich noch mit einer Hand an der Bordkante halten, in der andern hält sie das Fockfall … Wieder gerettet und im trockenen Pyjama gibt’s noch eine letzte Partie UNO…. Und auch dieses Mal heisst der Sieger: „Grosspapi!“

Jetzt noch eine letzte Gute Nacht Geschichte. Morgen fliegt Nika zurück in die Schweiz.

Krebse Rutschbahn
Gilleleleje Hafen

Noch eine Gute Nacht Geschichte
0.København (Langelinie) - 1. Barsebäckshamn - 2.Borstahusen - 3.HaKyrkbacken mn (Ven) - 4.Sletten - 5.Helsingør -
6.Hornbæk - 7.Gilleleje

Donnerstag 19. Juli


Gilleleje (Hafentag)

          
26⁰


Heute ist Nikas Abreisetag. Ausschlafen, Frühstück, Geschichten erzählen, Uno spielen, Spielplatz, dann ist es Zeit, zum Bahnhof zu gehen. Mit Lokalzug, S-Bahn und Metro sind wir in 1 ¾ Stunden am Flughafen. Am Assisted Check In Schalter bekommt Nika ein blaues Umhängecouvert „Junior Traveller“. Die Wartezeit verbringen wir mit UNO spielen, bis sie dann von Jessica abgeholt wird.


Dann heisst es nochmals warten, der Flug hat 40 Minuten Verspätung. Wir müssen warten, bis er abgehoben hat.
Um ½ 9 Uhr sind wir zurück in Gilleleje. Auch Nika ist inzwischen wohlbehalten in Zürich eingetroffen.

Zum Znacht gibt’s Pasta Resten und anschliessend noch ein Backgammon. Monika schläft nicht so gut. Liegt es an dem enviel Platz? oder fehlt ihr die Gute Nacht Geschichte erzählen?

Nika reist zurück in die Schweiz




Freitag, 20. Juli


Von:    Gilleleje                      Nach: Hundested


 21⁰

Wind:              (a.m.) WNW 4-5m/s
                        (p.m.)              2-3m/s

Ab: 11.00                               An: 17:00


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
21
6
15
Übertrag
370
278
92
TOTAL
391
284
107

Frühstück mit feinem dänischen Plunder.

Der Wind hält sich heute nicht an den Wetterbericht. Nach 6 sm müssen wir motoren. In Hundested ist viel los. Wir finden im Südhafen in einer Ecke einen Platz, bequem neben Eiskiosk und sanitären Anlagen.

Einkaufen im nahen Supermarkt. Ein Bad am Strand. M. wandert zu den „Kanonen“ vom Englischen Krieg (1814-17), als Dänemarks Flotte zerstört wurde.

Zum Znacht kocht M. einen feinen Risotto mit Steinpilzen & Erbsli.

Hundested


Samstag, 21. Juli


Von:    Hundested                  Nach: Rørvig

28⁰


 Wind:               WNW 3-4m/s


Ab: 10.30                               An: 11:30


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
3
3
-
Übertrag
391
284
107
TOTAL
394
287
107

Rørvig liegt 3 sm entfernt an der andern Seite des Isefjords. Ein kleiner quirliger Hafen. Als wir ankommen hat es nicht mehr viele freie Plätze. Das Fischrestaurant und –laden brummt nur so vor Besuchern. Davor beschäftigen sich Gross und Klein mit Krebse fischen.

Wir mieten Velos und fahren eine schöne Runde auf Veloroute Fjordstiegen. An der Nordseite der Halbinsel nehmen wir ein Bad. Unendlich langer Sandstrand, der aber gut besucht ist. Der Wald dahinter ist voll mit Sommerhäuschen aller Stilformen.

Heute gibt’s wieder mal was vom Grill: Spareribs, Dillkartoffeln & Maiskolben….mmmh yummy yummy!

Premiere: wir verzichten heute auf die Persenning…. es ist zu warm


 Sommeraktivität No. 1 für die ganze Famile: Krebse fangen für  ein Wettrennen zurück ins Wasser. 
Velotour.....
.... inklusive ein Bad im Meer




Sonntag, 22. Juli


Von:    Rørvig             Nach: Odden Havn

23⁰


Wind:               WNW 2-3m/s


Ab: 10.30                               An: 15:00


Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
19
2
17
Übertrag
394
287
107
TOTAL
413
289
124

Der Wind hält nicht, was www.yr.no versprochen hat. Nach 2 sm geben wir es auf und motoren.

Odden Haven. Verschlafener Hafen. Ein Clace Kiosk, ein Restaurant. Wir finden einen Platz, zwischen 2 lokalen Booten, sicher schon lange nicht mehr genutzt. Hier liegen wir sicher ungestört, ohne Nachbarn die in den Kochtopf gucken. Denkste! Als wir vom Bad zurückkommen, hat gegenüber die Tomme Tummetot ein deutsches Folke provisorisch festgemacht. Sie fragen, ob sie sich neben uns legen/quetschen können. Velkommen!

Wäsche waschen und trocknen. Der Tumbler hat Probleme mit den sommerlichen Temperaturen und schält zwischendurch ab. Zurück zur traditionellen Methode …. Wäsche noch mal aufhängen.

Zum Znacht gibt’s heute Gschwellti mit Käs.

M. ist nicht in bester Laune. Der rechte Arm schmerzt. Ursache unbekannt. Sie verzieht sich bald in die Koje.

Odden Havn


Montag, 23. Juli


Von:    Odden Havn               Nach: Sejerø


(a.m.)
                        25⁰


(p.m.)

Wind:              a.m: W 5m/s
                        p.m. SW 5-6m/s


Ab: 9.00                                 An: 14:30

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
25
24
1
Übertrag
413
289
124
TOTAL
438
313
125


The early bird catches …the wind! Dank Westwind kommen wir gut voran und passieren das Snekeløp (Schneckenloch), uiuiuui grosse kabbelige Wellen,  bevor der Wind schliesslich auf SW dreht.

Wir fahren weit um das südliche Ende von Sejerø. Von der Südspitze von Sejerø ragt eine schmale Sandbank über 2 sm  nach SO ins Meer hinaus.

Vor dem Hafen drehen wir bei um die Segel zu bergen.

Der Hafen ist schon ziemlich voll. Wir finden einen Platz am Kopfende eines Stegs. Nicht optimal, aber ok. Als wir mit viel Mühe festgemacht haben, kommt ein Däne und fragt uns, ob wir nicht lieber in der Ecke liegen möchten, dort sei noch ein Platz frei. Also nichts wie los und umparkieren… genau dann fährt ein dicker Motorsegler ein und steuert mit Volldampf unsern Platz an…. So ein A……! Da bekommt er es aber zu hören von den dänischen Bootsnachbarn. Der Platz sei reserviert für das „Folkeboot“, er soll sich gefälligst anders wohin, legen.... Tusend Tack! Auch in Dänemark stehen Folkeboote unter einer Art Artenschutz und geniessen viel Goodwill.

Wir haben noch nicht festgemacht, da kommt auch schon die Tomte Tummetot und wird von den dänischen Folkefreunden zu uns in die Ecke dirigiert. Nachdem wir festgemacht haben werden auf die Tomte Tummetot von Wiebke, Andreas und Nils zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Wiebke hat heute Geburtstag. Happy Birthday! Wir spendieren später noch einen Apéro mit Gin Tonic on the Rocks.

Ein erfrischendes Bad im Meer. Anschliessend ins Dorf zum Velo mieten. Das geht so: im Hof stehen die Velos zum aussuchen, auf einem Tisch steht eine grüne Kasse, 2 x 60 Kr. in die Kasse legen und einen Zettel ausfüllen mit Name & Telefonnr. Veloschloss? Braucht es nicht auf der Insel.

Heute wird wieder mal grilliert. Steak mit schwedischen Fächerkartoffeln. Ein wunderschöner Hochsommer- und Segeltag geht zu Ende.


Achtung! voraus die Schnellfähre mit dem Haifischmaul
Sejerø


Selbstverständlich gibt's auch hier einen Flohmarkt


Dienstag 24. Juli


Sejerø (Hafentag)

          



28⁰

Wind:               SW 1-2 m/s


Der Wind macht heute Pause. Wir machen uns mit den Velos auf die Insel zu erkunden. 10 km lang und ca. 2km breit. Zuerst nach SO zu der Sandbank, dann zurück auf Inselmitte beim Camping gibt’s was zu trinken und für M. ein feines Dessert. Weiter zum Leuchtturm am NW Ende der Insel. Grosse goldene Getreidefelder. Die Ernte ist noch im Gang. Azurblaues Meer, fast wie in den Maldediven…

Es ist heiss! Zeit für ein herrlich erfrischendes Bad im Meer. Dann zurück in den Hafen.

Wir haben neue Nachbarn bekommen. Steuerbord eine deutsche Yacht, später legt sich backbord noch ein dänisches Boot neben uns, mit 5 Boys alle mit der Bierdose in der Hand. Wir ahnen Böses, die hätten wohl lieber anders wo festgemacht….

Zum Znacht gibt’s Spaghetti an Lauchsauce.

Die Boys sind inzwischen auf Cola –Whisky umgestiegen und der Lärmpegel steigt. Als wir dann an Bord und schlafen gehen verlagern sie die Party an Land …. sehr rücksichtsvoll. Denkste! Um Mitternacht kommen sie zurück und dann geht die Party an Bord weiter. Irgendwann geht jede Saufparty mal zu Ende… wir haben trotzdem ganz gut geschlafen. Dass sie aber auch noch auf die Hilde gekotzt haben, findet A. gar nicht lustig. Der erste der aufsteht muss es hören….

Unsere Velotour um die Insel beginnt bei der Kirche von Sejerø
Sejerø Havn
an der SO Spitze von Sejerø ragt eine schmale Sandbank weit ins Meer hinaus

puh... es ist heiss!

auch die Gänse suchen den Schatten


Sejerø 

Hafenkonzert



Mittwoch, 25. Juli


Von:    Sejerø             Nach: Samsø (Ballen)



28⁰

Wind:              Flaute


Ab: 10.00                               An: 14:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
18
-
18
Übertrag
438
313
125
TOTAL
456
313
143


Flaute. Wir motoren, Kurs Samsø. Puh, es ist heiss. Unterwegs legen wir einen Badestop ein. Ballen ist ein touristischer „hotspot“. Schon bei der Hafeneinfahrt gibt es Stau. Die Boote liegen in 5er, 6er 7er Päckli. Eine Erkundungsrunde im Hafenbecken …. Kein freier Platz …. wir legen uns an ein 5er Päckli.

Als wir dann den Hafen zu Fuss erkunden, entdecken wir, dass es ganz hinten noch freie Plätze hat. Also umparkieren. Gar nicht so einfach, denn die Zufahrt ist mit den Päckli-Schiffen zugestellt. Aber Centimeter für Centimeter, hier hangeln und dort abhalten, manövrieren wir uns zu unserm Plätzchen. Ein Deluxe Liegeplatz,  mit Strom, 50 m vor der Cafe Bageri und gleich nebenan ist der Sandstrand. Nichts wie los und ins Wasser!

Ballen ist ein geschäftiger und recht touristischer Ort. Wer Trubel sucht, der ist hier richtig. Viele Restaurants, Läden und Eisdielen… Idyllisches Dorfbild, mit sehr schön renovierten alten Häusern, mit Fachwerk und riedgedeckten Dächern. Man kann sich hier wohl fühlen.

Schlange vor einem Stand „Panekakor und Banana Is“. Wir geniessen ein Banana Is. Premiere. Allein zuzuschauen, wie es gemacht wird, ist schon die Hälfte des Preises wert. Banane hacken. Zutaten (Schokolade, Mandelcrème, oder andere Früchte) beigeben. Den Teig dünn auf eine mit Puderzucker bestreute Kühlplatte ausstreichen. Mit einem Schaber zu Rollen rollen …. Schmeckt mmmmmh FEIN!

Zum Znacht gibt’s die Lauchspaghetti Resten. Backgammon und Kaffee auf der Terrasse des inzwischen geschlossenen Cafés.

Vor dem Sandstrand liegen mehr als ein Dutzend Boote vor Anker. Gegen Abend kommt Wind aus NO und schaukelt die Ankerlieger kräftig durch. Auch ein kleines Motorboot- Tuckerchen, ein "Jagdboot", schaukelt wie wild in den Wellen. Wir haben die Besitzerin heute am Strand noch gefragt, ob sie tatsächlich im Boot übernachten. Wahrscheinlich hat der Anker nicht gehalten. Mit vereinten Kräften, versuchen sie das Boot vom Strand wieder ins Meer zu stossen…. Schliesslich klappt’s und wir sehen ein grünes Licht den sicheren Hafen ansteuern.

Ballen. Deluxe Liegeplatz ganz hinten im Hafen

1. Banane zerhacken
2. auf Kühlplatte ausstreichen

3.Rölleli machen
Fertig.... mmmmhfein!😄
Idyllisches Dorfbild

Das Jagdboot Tuckerchen .... am Morgen danach

Donnerstag, 26. Juli


Von:    Sejerø Samsø (Ballen)                       Nach: Tunø
25⁰

Wind:              NO 6m/s


Ab: 10.00                               An: 14:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
18
18
-
Übertrag
456
313
143
TOTAL
474
331
143

Idealer Wind. Wir umrunden die Südküste von Samsø und nehmen Kurs  auf Tunø. Wir sind darauf gefasst, dass auch Tunø voll ist. Schon auf der Luftaufnahme im Hafenhandbuch, hat es keinen freien Platz. Aber oh Wunder, ein freier Platz am Steg. Wir legen uns längs und hoffen, dass wir heute Abend, genau wieder wenn wir beim Essen sind, nicht wieder der Hafenmeister kommt und sagt, dass wir umziehen müssen, damit die Grossen ins Päckchen liegen können.

Wir wollen die Insel umwandern. Zuerst gehen wir ins Dorf. Kirche mit Kirch-Leuchtturm.
Der Dorfladen hat bis 19.00 Uhr geöffnet.

Wir erkunden uns nach dem Weg und bekommen von der netten Frau einen Vorschlk    ag für eine ideale Wandertour. Auf der Teerstrasse bis zum Flugplatz, dann rechts ab bis zum Strand, dem Strand entlang und zurück durch einen Wald.
Wir wandern auf der Strasse, links und rechts braune Wiesen, ungemäht. Später erfahren wir, dass sie einem Bauer von Samsø gehören, der hier seine Quota für ökologische Ausgleichfäche erfüllt. Bei der gegenwärtigen Trockenheit, ist das dürre Gras brandgefährlich.

Unterwegs nach Tunø
  
Tunø, wir finden einen bequemen Platz am Steg
Tunø 

Kirche mit Kirch-& Leuchtturm
Das Segelschiff darf in der Kirche nicht fehlen

Und noch ein Loppet Market. Wer etwas zu verkaufen hat stellt es an die Strasse

Sieh da! auch eine Cessna aus der Schweiz 


Ökologische Ausgleichfläche

Zutaten fürs Joghurt

Apéro







Freitag, 27. Juli


Von:    Tunø               Nach: Ebeltoft
         

  32⁰

Wind:              ONO 3-6m/s


Ab: 10.30                               An: 16:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
19
17
2
Übertrag
474
331
143
TOTAL
493
348
145

Ebeltoft, eine Empfehlung von unserm dänischen Nachbarn in Hundested. Im Hafen finden wir Platz an der Hafenmauer. Wir machen an einer Leiter fest, so kommen wir bequem nach oben. Wir bezahlen beim Hafenmeister. Ein Automat (200000Kr) sei zu teuer für die Kommune.
Es ist heiss! Puh! Der Fotex Supermarkt ist riesig – immerhin ist es dort schön kühl. Wir schleppen unsere Einkäufe zurück aufs Boot. Dann gibt’s erstmal ein erfrischendes Bad im Hafenbecken.

Ebeltoft ist tasächlich einen Besuch wert. Sehr schöne Altstadt. Gassen mit Kopfsteinpflaster und kleine schnuckelige Fachwerkhäuser mit Malven… 2 Nachtwächter in Uniform, mit schweren schwarzen Mänteln machen die Runde….die Armen... bei der Hitze!  
Wir Essen feine Pizza bei im Gartenrestaurant. Wie in Italien, sowohl die Pizza als auch die Temperatur.
Noch ein Abendbad im Hafen. Wir beobachten die totale Mondfinsternis… mit Feldstecher sehr schön.

Unterwegs gesehen: ein Plattbodenschiff aus Holland

Gästehafen in Ebetoft

Rathaus 
"Hört ihr Leut und lasst euch sagen...."

Samstag, 28. Juli


Von:    Ebeltoft                       Nach: Arhus
         

  28⁰



 (abends)

Wind:              O 6m/s


Ab: 10.30                               An: 14:45

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
21
21
-
Übertrag
493
348
145
TOTAL
514
369
145

Weiterhin schönes Wetter und idealer Wind. Segeln vom Feinsten!
Vor Arhus ist eine Regatta zugange. Training für die Weltmeisterschaft, die nächste Woche hier stattfindet. So viele Boote aus allen Richtungen strapazieren M’s Nerven.
Wiedersehen mit Arhus. Der Hafen, nicht wiederzuerkennen. Auf dem Hafengelände (Arhus Ø) ist ein neuer Stadtteil im Bau, mit architektonischen Perlen, wie dem „Isbjerget“. Ein Wohnkomplex ganz in Weiss. Ein Auf und Ab der Dachzinnen, kreuz und quer aufgebrochen, blaue durchsichtige Balkone soll an einen schwimmenden Eisberg erinnern.
Nach einem Bad im Hafenbad gehen wir in die Stadt ins Latin Quarter zum Essen. Wir finden ein feines Restaurant („as a local“). Feines 3 Gang Menu für 195 Kr. – da kann man nicht meckern. Pünktlich um 8 Uhr fängt es an zu regnen, ein richtiger Wolkenbruch.
Es regnet immer noch ein bisschen, als wir uns auf den Heimweg machen. Zum Glück haben wir unsere Regenjacken eingepackt.
Noch eine Partie Backgammon. M. verliert knapp mit dem letzten Zug.

Segel bergen .....

... Aarhus kommt in Sicht
Aarhus Hafenbad

Fein gegessen im "den Rustike"

0. Gilleleije - 1. Hundested - 2.Rørvig - 3.Odden Havn - 4.Sejerø - 5.Samsø (Ballen) - 6.Tunø - 7.Ebeltoft - 8.Arhus


Sonntag 29. Juli

Arhus (Hafentag)


23⁰
Stadtbesichtigung: zuerst schauen wir uns Arhus Ø nochmal ausführlich an. Wohnkomplexe mit kühner Architektur, dazwischen grosszügig öffentliche Plätze, Holzkisten für Urban Gardening, ein weiteres Hafenbad. Anschliessend machen wir uns auf die Suche nach den blauen Arhus City Bikes. Gratis Velos, für 20 Kr. einzulösen, wie die Migros Einkaufswagen. Leider ohne Erfolg. Es soll sie zwar noch geben, irgendwo in der Stadt verstreut, aber nicht an den vorgesehenen Partplätzen. Dafür gibt’s jetzt orangefarbene „donkey bikes“, doch dafür braucht’s eine App. So gehen wir halt zu Fuss. Von der Domkirche auf der Einkaufsstrasse. Aussichtsterrasse im 6. Stock auf dem Dach eines Kaufhauses. Wieder grosszügig als öffentlicher Platz zur Verfügung gestellt. Weiter zum Rathaus, 1934 erbaut. Viel Beton, ziemlich hässlich, vor allem der Turm.
Weiter zum ARoS Kunstmuseum. Auf dem Dach kann man ein Rainbow Panorama eine Rundumsicht auf die Stadt geniessen. Im 5 Stock gibt’s eine Sonderausstellung von James Rosenquist. „begehbare Kunst“, riesige Billboards.
Auf dem Weg zurück durchs Latin Quarter, suchen wir eine Beiz fürs Abendessen. Erschöpft brauchen wir jetzt ein Bad im Hafenbad.

Isberjet






Montag, 29. Juli


Von:    Arhus              Nach: Norsminde
            
(a.m.)

            28⁰        



(p.m.)

Wind:              SO – S 2-3m/s


Ab: 10.30                               An: 13:15

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
10
2
8
Übertrag
514
369
145
TOTAL
524
371
153

Über Nacht ist der  Toilettencode geändert worden. Ein Missverständnis zwischen den beiden Segelklubs, die den Gästehafen betreiben. Verständlich, denn am 3. August beginnt die Segelweltmeisterschaft. Überall wird gearbeitet. Ein Heer von Freiwilligen ist im Einsatz.
Ausfahrt ohne Hektik. Die gefürchtete Schnellfähre hat schon abgelegt. Leider wenig Wind. Wir motoren.
Norsminde ist ein verschlafener Hafen. Aber die Infrastruktur ist tip top und die Einrichtung des Klubhauses bietet alles, was das Herz begehrt. Auch 4 Velos stehen gratis zur Benutzung bereit.
Wir fahren mit dem Velo 5km nach Runde, berühmt für seinen Badestrand mit feinem weissen Sand.
Zum Znacht wird grilliert. Schweinesteak, Dillkartoffeln und Mais.

Norsminde


Dienstag, 31. Juli



Von:    Norsminde                  Nach: Hou



26⁰


(abends 1 Regenschauer)

Wind:              SO 2-5m/s


Ab: 09.36                               An: 14:30

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
9
4
5
Übertrag
524
371
153
TOTAL
533
375
158

Viel Wellen! Der Wind lässt auf sich warten.
Hou ist ein grosser Hafen, aber mit wenig Gästeplätzen. Wir kommen aber noch früh genug an, um einen Platz zu finden. Ansonsten bietet der Hafen alles. Neben perfekten Sanitäranlagen, gibt’s auch noch eine Küche und einen Gefrierschrank… bei diesen Temperaturen besonders willkommen. A. produziert Eiswürfel.
Velos stehen gratis zur Verfügung. Wir machen einen Ausflug dem Strand entlang zu einem der zahlreichen Badestege.
Auf dem Menüplan steht Rucola Risotto. Aber wir haben keinen Risotto Reis mehr und der Laden führt auch keinen. So gibt’s halt Rucola Pasta. Auch fein!




Mittwoch, 1. August


Von:    Hou                 Nach: Endelave


 (a.m.)
            24⁰
           


(p.m.)

Wind:              O – SO 3-4m/s


Ab: 11:00                               An: 14:30

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
10
8
2
Übertrag
533
375
158
TOTAL
543
383
160

Gemütliches Segeln zum Schweizer Nationalfeiertag.

Endelave ist voll. Wir erwischen noch einen der letzten Plätze. Wer später kommt muss ins Päckchen oder Ankern.
Wir mieten Velos und machen eine Inselrundfahrt. Mit Badestop. Wunderschön…
Zum Znacht gibt’s Resten von gestern.

Inselrundfahrt
Endelave Kirche 



Donnerstag, 2. August


Von:    Endelave                     Nach: Juelsminde
26⁰

Wind:              WSW 3-5m/s


Ab: 10:30                               An: 15:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
12
7
5
Übertrag
543
383
160
TOTAL
555
390
165

Zum Frühstück gibt’s eine „brunsvigsnegel“, Spezialität auf Fyn.
Bevor wir ablegen, besichtigen wir noch die Kirche, leider abgeschlossen sonst hätten dort noch eine Kerze anzünden können… vielleicht wären wir dann nicht aufgesessen?
Wir fahren mit Motor. Vor uns liegt eine N-Kardinale. A. navigiert und kürzt ab. Ist ja alles im weissen Bereich und tief genug…. bis es knirscht…..die Hilde steckt fest. U-Turn und wieder zurück … schaukeln… Luft anhalten… wir kommen wieder frei. Uff ! nochmal gut gegangen!
Wir sind rechtzeitig in Juelsminde, um noch einen guten Platz zu finden. Nach der Bezahlung am Automaten, spuckt dieser Klebestreifen, Quittung und Tally Card aus. Ein Windstoss und Klebestreifen, Quittung und Tally Card, fallen von der Bank auf den Spaltenboden und die Tally Card durch die Spalten … sichtbar aber unerreichbar.  Jetzt beginnt eine diffizile Rettungsaktion …. verschiedene Werkzeuge werden aus dem Werkzeugkasten geholt… Schlussendlich sind wir erfolgreich. Mit Klebeband an einer dünnen Schiene und einer langen Pinzette angeln wir die Karte wieder an die Oberfläche. Jetzt haben wir ein kühlendes Bad mehr als verdient.
Einkaufen. A. fragt den Buschauffeur nach dem nächsten Supermarkt. Der Buschauffeur spricht deutsch, kein Wunder, er kommt aus Flensburg. Die Liebe hat ihn nach Dänemark gebracht. Wir bekommen einen gratis Lift zum Supermarkt. Danke Lars.
Wir grillieren auf der Terrasse vor dem Klubhaus, mit Blick auf die Hafeneinfahrt. Der schönste Grillplatz dieser Saison. Es gibt Würste und Couscoussalat…. Sehr fein. Hafenkino inklusive.

Die Tally Card ist wieder gerettet😌

Juelsminde

Von der Terrasse vor dem Klubhaus hat man  besten Blick auf die Hafeneinfahrt


Freitag, 3. August


Von:    Juelsminde                 Nach: Brejning (Vejle Fjord)
30⁰

Wind:              WSW 2-4m/s


Ab: 11:00                               An: 16:45

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
18
16
2
Übertrag
555
390
165
TOTAL
573
406
167

Heute Morgen ist es windstill. Morgenbad. Frühstück.
Dann kommt Wind auf und wir segeln in den wunderschönen Vejle Fjord. Unterwegs gibt’s noch ein Bad.
Brejning Havn, eher „roligt“ ein Restaurant und ein Bootsklub, der auch den Gästhafen betreibt. Das Klubhaus bietet wieder alles, was man sich wünscht. Eine mit perfekt ausgestattete Küche inklusive Gefrierschrank zum Eiswürfel machen.
Wir haben einen Badesteg entdeckt. Doch der Weg dorthin ist abgerutscht, ins Meer. Ein alternativer Weg führt über den grossen Rasen eines riesigen Herrenhauses. Ein Verbotsschild auf Dänisch sagt „Privat, adgang forbudt“. Aber wer versteht schon dänisch? Wir laufen also auf dem privaten Weg und schon kommt einer und redet auf Dänisch auf uns ein. „Sorry, but we do not understand…. „ – „..sorry we didn’t understand the sign ….” Wir werden aufgeklärt, dass der Weg privat ist. Was uns wiederum furchtbar Leid tut, etc. Mit einem „welcome to Danemark“ dürfen wir weiter.
Wir nehmen 2 der Velos, die gratis im Hafen zur Verfügung gestellt werden und erkunden das Dorf. Stattliche Häuser, die „Keller institutions“, einige heute als Hotel genutzt. Der Psychiater Christian Keller, von 1900 bis 1932 Oberarzt in Brejning übte hinsichtlich des Umgangs mit Geisteskranken grossen Einfluss auf das dänische Gesundheits- und Sozialsystems aus. Dänemark galt zu jener Zeit als fortschrittliches Land in Sachen Überwachung, systematischer Einweisung und Unterbringung in Anstalten sowie Sterilisierung von Geisteskranken. Neben den Anstalten in Brejning wurden auch Dependancen eröffnet. Auf der Insel Livø im Limfjord wurden von 1911 bis 1970 wurden geisteskranke und oft kriminelle Männer isoliert und auf der Insel Sprogø wurden bis 1961 weibliche Patienten isoliert. Die Frauen, die auf Sprogø landeten, waren angeblich geisteskrank, widerspenstig, sexuell abartig oder Prostituierte. Das Ziel der Internierung war die „Verbreitung schlechten Erbmaterials“ zu verhindern. Zwangsterilisation war daher meist die einzige Möglichkeit, die Insel wieder verlassen zu dürfen.
Zum Znacht gibt’s Lachs auf dem Grill (inklusive Diskussion ob man den Lachs besser in Alufolie oder ohne grilliert) und den Rest vom Couscous-Salat.

Brejning. Eine der der Keller Institutions ... "adgang forbudt"

Samstag, 4. August


Von:    Brejning (Vejle Fjord)                       Nach: Middelfart, Kongebro
26⁰


(13 Uhr)


Wind:              WNW 5-6m/s


Ab: 10:00                               An: 16:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
20
19
1
Übertrag
573
406
167
TOTAL
593
425
168

Der Wind ist günstig. Die Sonne scheint. Dunkle Wolken. Ein Regenschauer streift uns. Wie erwartet, hat es Strömung im Kleinen Belt. Nachdem wir die grosse Autobrücke über den Belt passiert haben, holen wir die Segel ein und fahren zum kleinen Hafen Kongebro vor der Eisenbahnbrücke.
Im Hafen finden wir noch einen Platz, den 2.letzten. Netter kleiner Hafen, mit ca. 15 Gästeplätzen. Ein Fussweg führt in 15 Minuten nach Middelfart. Dort ist heute Jazzfestival. Konzerte im Hafen und auf dem Dorfplatz. Inklusive Pommes & Wurst im Hafen und später im Dorf ein feines Buffet in der Metzgerei.
Pappsatt plumpsen wir in die Koje.

ps.  es hat viele Quallen…. die ersten in dieser Saison… das Bad lassen wir heute lieber ausfallen, leider!

Einfahrt in den Kleinen Belt

Brücke über den Kleinen Belt

 Gästehafen Kongebro vor der Eisenbahnbrücke

0.Arhus - 1.Norsminde - 2.Hou - 3.Endelave - 4.Juelsminde - 5.Brejning (Vejle Fjord) - 6.Middelfart, Kongebro


Sonntag 5. August

Middelfart, Kongebro  (Hafentag)



23⁰

Frühstück mit frischen Brötchen aus dem Hotel nebenan (zum Buffet wollten sie uns nicht haben, ausgebucht).
Schöne Rundwanderung (ca. 10km) am Strand entlang um den „Kleinen Belt“, mit Blick auf den Fanø Sund. Auf dem Rückweg kaufen wir in Middelfart ein.

Rundwanderung um den Kleinen Belt

Middelfart



Montag, 6. August


Von:    Middelfart, Kongebro            Nach: Bagø
26⁰


Wind:              WSW 5-6m/s


Ab: 10:00                               An: 16:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
18
15
3
Übertrag
593
425
168
TOTAL
611
440
171

Mit Motor und > als 3knt Strom fahren wir unter der Eisenbahnbrücke durch. 8.1 knt!! Saisonrekord! Nach 1 ½ sm geht’s weiter unter Segel. Dank gutem Wind und meist mit Strom kommen wir flott voran. Kabbelige See zeigt die Strömung an, für uns nicht immer nachvollziehbar, wohin der Strom geht.
Seit der letzten Grundtouchierung, achtet M. streng darauf, dass A. ja keine Abkürzungen mehr fährt. Ab und zu hört sie es knirschen. Tinitus oder Knirschtrauma? Wir umfahren die Sandbank vor Bagø mit grossem Abstand.
Im Hafen von Bagø hat es noch viel Platz. Der dänische Nachbar, er spricht perfekt Deutsch, gibt uns eine kleine geschichtliche Einführung. Im 1. Weltkrieg waren russische Kriegsgefangene auf der Insel interniert. Die dann, die Strömung ausnutzend, mit selbstgebastelten Flössen immer wieder geflüchtet sind.
Nach einem Bad und Stegdusche mieten wir uns 2 klapprige Drahtesel und pedalen ins Dorf bis zur Kirche. 17 Einwohner soll es noch auf der Insel haben.

Zum Znacht gibt’s feine Spaghetti Carbonara.



Bagø



 

Dienstag, 7. August


Von:    Bagø               Nach: Aarø    
28⁰


Wind:              WSW 4-5m/s


Ab: 10:45                               An: 12:30

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
6
5
1
Übertrag
611
440
171
TOTAL
617
445
172

Frühstück vor Mariannes Kiosk, wo wir frische Brötchen und Kanellsnegl gekauft haben.
Wir hüpfen weiter zur nächsten Insel, Aarø. Achtung beim Baden, es hat wieder Quallen.
Mit der Fähre fahren wir nach Aarøsund und finden auf dem grossen Campingplatz einen gut bestückten Mini Markt.
Zu seinem grossen Erstaunen entdeckt A., dass er laut Hildes Logbuch, im Juni 2010 schon mal hier auf Aarø war,  mit Ladina & Dario.

Aarø 






Mittwoch, 8. August


Von:    Aarø                Nach:  Lyø
28⁰


Wind:              NW 4-5m/s (1 Stunde)
                        aus allen Richtungen 0-1m/s


Ab: 9:30                     An: 15:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
21
5
16
Übertrag
617
445
172
TOTAL
638
450
188

Die Wespeninvasion beschleunigt das Frühstück. Wir haben den Dänen zwar eine neue Methode zur Wespenkontrolle abgeschaut. Einen Papiersack aufhängen. Die Wespen halten das für ein feindliches Wespennest und meiden den Ort… Wer’s dann glaubt! Vielleicht ist das auch nur eine gute Sommerente.
Ähnlich ist heute die Windvorhersage eher „fake news“. Anfangs gibt’s unerwartet 1 Stunde NW… aber anschliessend macht der Wind Pause. Der vorausgesagte SW will sich einfach nicht einstellen.
Lyø scheint besonders bei den Deutschen sehr populär zu sein. Entsprechend voll ist der Hafen. Wir bekommen gerade noch einen der letzten Plätze.

Das Dorf ist tatsächlich ein Idyll. Reetgedeckte weisse Fachwerkhäuser, mit schwarzen blaugrau abgesetzten Balken. Die Kirche umgibt ein runder Friedhof. Beim Købman finden wir die Zutaten für unser Grilldinner.

Schwarze Gewitterwolken (im Wetterbericht nicht vorgesehen). Wir montieren vorsichtshalber schon mal die Persenning. Zum Glück! Ein kurzer heftiger Gewitterschauer.
Anschliessend scheint die Sonne wieder und dann stellt sich, mit Verspätung, auch noch der vorhergesagte SW ein.


Lyø Hafen
Lyø  ein Idyll mit 5 Teichen


Kirche mit Friedhof rundherum 

Donnerstag, 9. August


Von:    Lyø                 Nach:  Faarborg
23⁰

p.m.



(abends)


Wind:              O 1-2m/s
                         

Ab: 9:15                     An: 10:30

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
5
-
5
Übertrag
638
450
188
TOTAL
643
450
193


Ab heute Nacht ist viel Wind angesagt. Schon in aller Frühe machen sich die Ersten auf und flüchten ins nahe Faaborg. M. ist besorgt, dass wir dort keinen Platz mehr finden und drängt auf Aufbruch. Im Hafen von Faaborg hat es aber noch genug Platz. Wir machen ganz hinten am Steg fest.

Wäsche in die Waschmaschine, ein Bad im Hafenbad (ohne Quallen), Stadtbesichtigung, inklusive Besteigung des Kirchturms. Ein Kirchturm ohne Kirche. Die dazu gehörige Kirche wurde abgerissen und das Material für den Bau des Rathauses verwendet. Der erste Eindruck bestätigt sich, Faaborg ist ein sehr hübscher und sympathischer Ort.


Feines Znacht im Hvide Pakhus. Dann läutet ein Gewitter den Wetterumschwung ein. M. hat noch Zweifel, ob der Sturm wohl wieder „fake news“ ist. Das hätte sie lieber nicht gesagt. Er kommt …. und wie.

Faaborg
Der Glockenturm überragt die schöne Altstadt 


 Schöne Fachwekhäusern mit.....

..... liebevoll geschmückten Fenstern
Faaborg Havnebad
0.Middelfart - 1.Bagø - 2.Aarø - 3.Lyø - 4.Faaborg

Freitag 10. August


Faaborg  (Hafentag)

  
         20⁰





Wind:  SW 13-15 m/s

Heute Nacht heult der Wind in den Wanten und die Falle schlagen gegen die Masten. Wir haben mehr oder weniger schlecht geschlafen.
Der Sturm hat das Wasser weggeblasen. Heute Morgen liegen wir über 1 m tiefer. Die Hilde hängt mit der Nase an einem Balken. Nur mit Mühe bekommen wir das Seil wieder los.
Feines Gebäck aus der der Bageri versöhnt uns wieder mit der unruhigen Nacht. A. nützt die Gelegenheit um den Blog wieder auf den neuesten Stand zu bringen. M. macht einen langen Spaziergang durch Faaborg.

Feines Essen im Thai Restaurant. Der Wind hat nachgelassen. Ein „hyggeliger“ Hafentag geht zu Ende. Wir schlafen gut wie in Abrahams Schoss.

Der Sturm hat das Wasser weggeblasen

Faaborg

Samstag 11. August


Faaborg  (Hafentag)



           18⁰





Wind:   a.m. SW 6-7 m/s
             p.m. SW 13-15 m/s

Heute Nachmittag soll es noch mal kräftig blasen. Wjr machen einen weiteren Hafentag.
Wir besichtigen das Gefängnismuseum von Faaborg. Das Gefängnismuseum diente bis vor kurzem noch als Gefängnis. Es gibt einen Einblick ins Leben der Beamten, Häftlingen und deren Angehörigen von damals bis heute.  Interessant zu sehen, wofür die Leute früher und heutzutage ins Gefängnis gekommen sind und wie die Gesellschaft mit Straftätern umgegangen ist.
Dinner nochmal im Hvide Pakhus….

 Gewitterstimmung

"SPRING!!"



Sonntag, 12. August


Von:    Faaborg                      Nach:  Drejø


a.m.    

17⁰


p.m


Wind:              SW 5-6m/s
                         

Ab: 10:00                   An: 13:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
14
14
-
Übertrag
643
450
193
TOTAL
657
464
193

Idealer Wind. Sportliches Segeln. Wir passieren jede Kardinale an der richtigen Seite und bekommen 2 „Bonus Meilen“.

Kaum haben wir in Drejø festgemacht schon fängt es an zu nieseln. Wir laufen ins Dorf, zum Kaufmann und zur Kirche und wieder zurück in den Hafen. Der Regen hat inzwischen zugelegt und dann regnet es ohne Unterbruch bis morgen früh um 2 Uhr.

Die Einwohnerzahl Drejös sinkt stetig: 1940 waren es noch 275 Einwohner, heute sind es nur noch ca. 80 Menschen. Es gibt zur Zeit in Dänemark, mehrere Initiativen, die das Ziel haben, die kleinen Inseln wieder zu bevölkern. Auf Drejö gibt es deshalb ein so genanntes „Test-Haus“, das Interessenten unverbindlich und kostenlos bewohnen können, um das Inselleben über einen längeren Zeitraum zu testen.

Drejö ist der Mittelpunkt der Welt! Das beruht auf der folgenden kleinen Geschichte: Vor ca. 200 Jahren kam eine Amtsperson zu Besuch auf die Insel. Er schwärmte von der Schönheit der Insel. Eine alte Frau antwortete ihm: „Ja Vater, eine Meile nach Aerö, eine Meile nach Tasinge und eine Meile nach Fünen, der Herrgott hat Drejö genau in die Mitte der Welt gelegt.

1943 ist die Insel völlig abgebrannt, daher gibt es keine der für diese Region  typischen Riegelhäuser mehr. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1513. Sie wurde erbaut, nachdem bei der Überfahrt nach Æroskobing eine ganze Taufgesellschaft, bei schlechtem Wetter, umgekommen war.

M. kocht ein feines Steinpilzrisotto. Der Regen trommelt aufs Zeltdach…. Wir haben zum ersten Mal wieder das Öfeli in Betrieb genommen…. richtig schön „hyggelig“.

Drejø,  Mittelpunkt der Welt 

Montag, 13. August


Von:    Drejø               Nach:  Thurø, Gambøt


                  18⁰




Wind:              O 4-5m/s
                         

Ab: 10:30                   An: 14:30

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
12
6
6
Übertrag
657
464
193
TOTAL
669
470
199

Wir warten ab bis der Nieselregen aufhört. Dann segeln wir in der schmalen Fahrrinne Richtung Svendborg. Der Fährverkehr strapaziert ab und zu M’s Nerven.

Vor Svendborg haben wir 1.5knt Strom gegen uns. Wir nehmen den Motor zur Hilfe. Der Hafen Gambøt, in einer Bucht der Insel Thurø gelegen, macht auf den ersten Blick nicht gerade einen idyllischen Eindruck. Das bessert sich aber nachdem wir angelegt haben. Ein sympathischer Klubhafen mit allem was man sich wünscht, inklusive Küche und Aufenthaltsraum.

Wir kaufen im Spar (ca.1km vom Hafen) ein und essen „hyggelig“ im Klublokal Wienerli & Kartoffelbrei, während es draussen regnet. Der Segelklub hält seine Montags-Regatta ab. Die Teilnehmer setzen im Hafen die Segel und kreuzen hinaus zum Regattagelände, u.a. auch ein Katamaran mit 4 Frauen, alle mit Helm!

Anschliessend noch eine Partie Quirkle, die A. haushoch gewinnt. „Das ist nicht mein Spiel“, meint M.

 Thurø, Gambøt

Dienstag, 14. August


Von:    Thurø, Gambøt                       Nach:            Strynø


(a.m.)
+Nieselregen              20⁰

(p.m.)


Wind:              SW 6m/s
                         

Ab: 11:15                   An: 14:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
11
10
1
Übertrag
669
470
199
TOTAL
680
480
200

Frühstück im Klubhaus. Nochmal ein Spaziergang zum Spar und zur Bäckerei.

Spannendes Segeln, immer schön im Fahrwasser zwischen den grünen und roten Tonnen. Nach der Brücke von Rudköping können wir nur ganz knapp hart am Wind dem Fahrwasser folgen. Ab und zu braucht es einen kurzen Kreuzschlag, um auf Kurs zu bleiben.

Dann sind wir auch schon in Strynø und finden längs an der Hafenpier einen der letzten Plätze. Für 20 Kr. mieten wir ein Fahrrad und fahren ins Dorf. 195 Einwohner, 1 Købmand, 2 Restaurants, eine grosse Kirche und Schule und viele schmucke Fachwerkhäuschen.

Wieder zurück im Hafen nimmt A. ein kurzes Bad im Meer (knapp 20⁰).

Zum Znacht gibt’s Ratatouille & Couscous. Ein Backgammon. M. gewinnt und führt jetzt schon 4:0!!! Dann treibt uns der kühle Wind früher als sonst in die Koje.

Spannendes Segeln im schmalen Fahrwasser 

  Strynø, Gästehafen



Smakkejollen

 “Trygg”,  edle Smakke  des Pfarrers Blum

Mittwoch, 15. August


Von:    Strynø             Nach:  Birkholm


+ein paar Regentropfen                     20⁰


Wind:              SW 5-6m/s
                         

Ab: 11:30                   An: 14:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
9
8
1
Übertrag
680
480
200
TOTAL
689
488
201

Ein erfrischendes Morgenbad im Meer, anschliessend eine warme Dusche.

Bevor wir ablegen, machen wir noch einen Besuch im „Øhavets Smakke- und Naturzentrum.  Hier gibt es ein maritimes Museum sowie eine Werft zum Bau und Vermietung von kleinen Smakkejollen und Seekajaks.

Die Smakkejollen waren bis mindestens Anfang des letzten Jahrhunderts das Fortbewegungsmittel der Wahl für die Bewohner der Inseln in der dänischen Südsee. Der Briefträger brachte damit die Post, die Kinder wurden damit zur Schule gebracht und die Fischer nutzten die Smakke natürlich auch als Arbeitsgerät, um in den reichen Fischgründen im Inselmeer ihre Reusen auszuwerfen.. Die Smakke hat einen oder zwei Masten mit Sprietsegeln, d.h. vierkantige, diagonal vom Mast abgespreizte Segel sowie ggf. ein Toppsegel und eine Fock. Die Jolle bietet Platz für bis zu fünf Personen.

Im Zentrum ist die “Trygg” ausgestellt, eine edle Smakke in der Pfarrer Blum seine Schäfchen auf den Inseln besuchte. Ausserdem gibt es interessante Informationen zu den Bewohnern und zu Flora und Fauna der dänischen Südsee. www.smakkecenter.dk

Unser Tagesziel ist Birkholm, die zweitkleinste bewohnte Insel Dänemarks. Der Hafen hat ca. 10 Liegeplätze. Wir finden hinten in der Ecke einen Platz. Das Hafengeld (100kr.) ist in einer Box zu deponieren.

Wir machen mit den 2 gratis Velos im Hafen eine Erkundungstour. Das ist schnell erledigt, denn die Insel ist nur 96ha gross. Die höchsten Erhebungen sind der äussere Deich (1.8m) und der innere Deich (2.8 m).

Zum Znacht gibt’s die Resten von Gestern, Ratatouille & Couscous. Es weht ein kühler Wind. Wir verziehen uns heute früh in die warmen Schlafsäcke.

Birkholm, zweitkleinste Insel Dänemarks




Donnerstag, 16. August


Von:    Birkholm                    Nach:            Ærøskøbing

       
 

25 ⁰




Wind:              S 6-7m/s
                         

Ab: 10:30                   An: 12:30

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
8
8
-
Übertrag
689
488
201
TOTAL
697
496
201

Das Ablegen ist heute nicht ganz einfach. Der S-Wind bläst direkt in die Hafeneinfahrt, d.h. viel Strömung im Hafen.

Mit halbem Wind und später kreuzend segeln wir nach Ærøskøbing. Wiedersehen mit Ærøskøbing. Wir legen uns in die Ecke, wo wir schon vor 9 Jahren auf unserer Reise um die Ostsee gelegen sind.
Wir mieten Velos und pedalen Richtung Norden. Schöne Velotour mit einigen kleineren Aufs und Abs. Wir kommen bis Søby. Auf dem Rückweg, treffen wir einen Schwarzwälder, der in seinem Garten eine LGB Gartenbahn aufgebaut hat. Er weiss alles über die Geschichte der Eisenbahn auf Æro, bzw. warum es keine Eisenbahn gegeben hat. Er schenkt uns einen LGB-Katalog, eine LGB Depesche und auch ein Plastikgefäss zum Brombeeren sammeln.

Ein Badestopp. Das Wasser ist warm, aber M. hat eine Qualle (harmlose) entdeckt… so ist das Bad von kurzer Dauer.

Wieder zurück in Ærøskøbing gehen wir im Badehotel Harmonien eine Pizza essen... mmmmhhhFein!

Ærøskøbing

Malerisches  Ærøskøbing




 Velotour mit einigen kleineren Aufs und Abs



Ein Eisenbahnfan  aus dem Schwarzwald hat eine LBL-Anlage in seinem Garten aufgebaut
0. Faaborg - 1. Drejø - 2. Thurø, Gambøt - 3. Strynø - 4. Birkholm - 5. Æroskøping

Freitag, 17. August


Von:    Æroskøping                Nach:            Marstal


(11-13 Uhr)
                              21⁰




Wind:              WNW 3-4m/s
                         

Ab: 13:30                   An: 17:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
12
12
-
Übertrag
697
496
201
TOTAL
709
508
201


Wir warten ab, bis die Regenfront vorbei ist. Dann segeln wir mit gutem Wind, besser als vorhergesagt, nach Marstal. Der riesige Gästehafen mit hunderten Booten, lässt erahnen, was hier in der Hauptsaison wohl los ist. Heute finden wir aber ohne Probleme einen Platz.
Wir essen im Restaurant „Frau Berg“ auf der Terrasse mit Blick auf die Hafeneinfahrt. A. isst Muscheln (…“die besten, die er je gegessen hat…“) und M. findet die gebratene Scholle auch „mmmmhfein“. Backgammon Stand: M:A  5 :1

unterwegs nach Marstal..... am Horizont Hunderte Schwäne
Marstal

Samtag, 18. August


Von:    Marstal                       Nach:            Bagenkop


        

 22 ⁰


Wind:              SW 8-9 m/s
                         

Ab: 9:45                     An: 11:45

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
9
8
1
Übertrag
709
508
201
TOTAL
718
516
202

Zuviel Wind für M. Sie braucht nach Ankunft erst mal eine ganze Tafel Schoggi zur Beruhigung der Nerven.
Um diese Zeit hat es noch viel Platz im Hafen. Wir machen wieder dort fest, wo wir schon vor 9 Jahren gelegen haben. So meinen wir. Stimmt aber nicht, wie die alten Fotos zeigen.
Netter Hafen, gesäumt von Ferienapartments, ein Aussichtsturm, Grillplatz mit Tischen und Bänken, Küche, Aufenthaltsraum, …..etc. Waschmaschine & „Trockner“ …. auch nach dem 2. Versuch ist die Wäsche immer noch feucht.
Spaziergang um das Gehege mit wilden Exmoor-Ponys. Das Badeprogramm wird wegen der roten Quallen abgebrochen. Hafenkino. Jetzt läuft eine Yacht nach der andern ein.
Letztes Barbecue mit Fleisch & Würstchen und Dillkartoffeln. M. bekommt plötzlich Bauchkrämpfe & Durchfall. Am Essen kann’s wohl nicht liegen…




Nach der Ankunft in Bagenkop braucht M. erstmal eine ganze Tafel Schoggi zur Beruhigung der Nerven

Bagenkop 



Reservat für Wildpferde



Sonntag, 19. August


Von:    Bagenkop                   Nach:            Burgstaaken, Fehmarn


a.m.

                 23⁰

p.m.     


Wind:              SW 7 m/s
                         

Ab: 10:00                   An: 17:00

Distanz (sm)
Total
Segel
Motor
Tagesweg
34
33
1
Übertrag
718
516
202
TOTAL
752
549
203

Heute Nacht hat es noch mal kräftig in den Wanten gepfiffen. Im Laufe des Morgens flaut der Wind etwas ab, ebenso die Magen-Darm Probleme. Wir können die Überfahrt nach Fehmarn wagen.
Wir sausen mit halbem Wind mit +/- 6knt. Das sieht ganz nach Saisonrekord aus. Kurz vor Fehmarn macht der Wind für 1 Stunde Pause, kommt dann aber wieder zurück.
Wir fahren durch den Fehmarnsund, unter Brücke durch. Immer schön im Fahrwasser, keine Abkürzungen, ….Ende gut, alles gut.
Wir fahren vorbei an der eher langweiligen, touristisch-mondänen Marina Burgtiefe und kommen durch eine schmale Fahrrinne nach Burgstaaken.
Riesige Getreidesilos sind das Wahrzeichen des Hafens. Der Hafen ist immer noch ein wichtiger Getreideumschlags- und Fischerhafen. Daneben die Hallen der Weilandt Werft, Bootsbau, Motorservice und andere Servicebetriebe, einige Kneipen, Silo Climbing, eine Lagerhalle wird während den Sommermonaten als Go-Kart Rennbahn genutzt. Das alles gibt dem Hafen ein sympathisches Flair.
M. macht Reis Diät. A. bekommt im Goldenen Anker eine riesige Portion Heringe & Bratkartoffel.
M. gewinnt der 1. Satz des Backgammon Turniers mit 6:4!!!

Burgstaaken
Silo Climbing

Im Goldenen Anker gibt's feine Fisch & Co.
0. Æroskøping -  1. Marstal - 2. Bagenkop - 3. Burgstaaken, Fehmarn

Montag, 19. August – Donnerstag 23. August


Velotour nach Süden und Osten, nach Burgtiefe (3 Touristen-Silos, Hotelanlagen für Pauschal- und Club-Touristen) , Burg (6000 Einwohner & viel Verkehr).
Velotour nach Westen, dem Strand entlang mit unzähligen Wind- und Kitesurfern, zur Fehmarn Brücke weiter zu den Yachthäfen Lemkenhafen und Orth.
Die Hilde wird mit Staubsauger (etwas laut…nicht gerade zur Freude der Nachbarn) und Wasser, Grüner Seife und Bürste geputzt… so sauber wie noch nie!
Wir essen fein Fisch & Co. im Goldenen Adler im Hafen in Burgstaaken und Pizza in der „Doppeleiche“ in Burg.
Am Donnerstag wird die Hilde ausgewassert und ins Winterlager gefahren.

Das war ein phantastischer Segelsommer!


Veloausflug nach Burgtiefe



Veloausflug zum Fehmarnsund



Paradies für Wind-und .....

...... Kitesurfer
Burg, geschäftige Kleinstadt 

Bildunterschrift hinzufügen



Die Hilde kommt ins Winterlager